Aktuelles:

Der Transport von Hoffnung und Hilfe:

 

"Hoffnung und Hilfe e.V." aus Loßburg im Schwarzwald hat bereits den dritten Transport mit Hilfsgüter nach Albanien gebracht. Das ist wirklich ein Segen und zwar nicht nur für AMOS, sondern auch für andere christliche Organisationen. Unter anderem haben wir 13 Tonnen Dachziegel von der Fa. "Creaton" erhalten, um das Gebäude von "BUFSH" neu eindecken zu können und eine Palette Farben von der Fa. "Relius", um das ganze Gebäude im Innenbereich neu zu streichen.

An Elona - sie betreibt die Organisation "Aid to the Balkan - A2B", wo mehr als 50 Familien betreut und versorgt werden und die drei Waisenhäuser mit etwa 60 Kindern leitet - konnten wir Nahrungsmittel, Süßigkeiten, Kleidung und Schuhe weitergeben. Elona veranstaltete für all jene, die von ihrer Organisation betreut werden, ein "Hoffest" wo sich die Leute mitnehmen konnten, was sie brauchten; allerdings unter Beaufsichtigung der Mitarbeiter damit auch alles gerecht zuging ... 

 

An Zaimir, der mit seiner aus der Schweiz stammenden Frau Carla  in Burell eine Behinderteneinrichtung aufgebaut hat, und der für jene der Menschen, die geistig behindert sind, auch eine Schule betreibt und zusätzlich noch 50 Kinder täglich mit Essen versorgt, konnten wir 60 Rollstühle weitergeben und auch einiges an Nahrung und Süßigkeiten.

Außerdem bekam er noch einen Zahnarztstuhl, mit dem ein Zahnarzt kostenlos Menschen behandelt, die sich das nicht leisten können. Für die Zukunft ist noch geplant, eine mobile Zahnarztklinik zu etablieren, um Menschen behandeln zu können, die z.B. das Haus nicht mehr verlassen können. Zaimir hat auch eine kleine christliche Gemeinde, wo am Wochenende Gottesdienste stattfinden.

 

Wie man unschwer erkennen kann, gibt es auch in Albanien Organisationen, die wir schon lange kennen und die kontinuierlich auf Hilfe angewiesen sind; als AMOS versuchen wir zu helfen, wo es möglich ist. Allerdings wäre das ohne Unterstützung zum Beispiel von "Hoffnung und Hilfe e.V." schlicht nicht möglich. Die beiden oben genannten Organisationen sind von engagierten Christen aufgebaut worden und werden von Christen, die ihren Auftrag Gott gegenüber ernst nehmen, geleitet. Auch die Mitarbeiter sind alles gläubige Menschen.

 

Aber natürlich versuchen wir auch weiterhin dem "regional Hospital Durres" zu helfen, wo es nur geht. Dieses Mal konnten wir 10 Rollstühle dorthin geben und noch 2 Rollatoren. (Ich bitte um Verständnis, dass wir hier nur zwei Bilder einfügen; wir haben zur Zeit "Differenzen" mit dem Gesundheitsministerium.

 

06. Oktober 2019

 

Pastor in Not:

Über das Erdbeben hatte ich ja bereits geschrieben. Und wie unschwer zu erraten ist, kommt jetzt natürlich der eine oder andere Hilferuf bei uns an. So zum Beispiel auch von Jeton, einem jungen Pastor, der in der ehemaligen Gemeinde von David Pennoyer dient.

 

Jetons Situation ist seit jeher schwierig, da er der einzige Christ in seiner Familie ist. Die leidet wiederum unter Krankheiten und Arbeitslosigkeit. Als AMOS Mission haben wir Jeton schon das eine oder andere Mal helfen können, aber jetzt nach den Erdbeben hat sich die Situation erheblich verschärft. Das Haus seiner Eltern ist nicht mehr bewohnbar und die Familie hat keine Möglichkeiten, es zu reparieren ... und bittet Jeton um Hilfe. 

 

Gallensteine und Zelt als Behausung:

Aber auch von dem Ehepaar aus Librage (ich hatte sie im letzten Rundbrief erwähnt) - etwa 160 km von Durres entfernt - kam eine Bitte um Hilfe. Die Frau wurde diese Woche in Durres operiert; die Gallensteine mussten entfernt werden. Wir haben sie und ihren Mann dann mit Hilfe unseres Busfahrers nach Hause gebracht, wo ich mir ein Bild von dem Haus machen wollte, das nicht mehr bewohnbar sei. Und es ist wirklich nicht mehr bewohnbar!!

Die Gemeinde Librage hat deshalb ein kleines Zelt im Garten aufgestellt, wo die Beiden übernachten können. Ansonsten gibt es keinerlei Hilfe seitens der Gemeinde oder des Staates. Librage liegt bereits in den Bergen und nun haben die Beiden natürlich Angst vor dem kommenden Winter, der dort oben recht kalt werden kann. Selbst in Durres am Meer hat es im Winter oft Minusgrade ...) Sie haben mich gebeten, ihnen zumindest über die Winterzeit zu helfen und eine kleine Wohnung anzumieten. Aber natürlich haben sie kein Geld, um die Miete aufzubringen … (Da kämpft es noch in mir ...)           

 

Teure gefälschte Medikamente:

Weiterhin wurden verschiedene medizinische Notfälle an uns herangetragen. In solchen Fällen können wir die Patienten im Krankenhaus in Durres kostenlos untersuchen und notfalls auch behandeln lassen. In der vergangenen Woche geschah das zwei Mal. Am Ende steht aber immer noch die Frage nach notwendigen Medikamenten im Raum, die jeder Patient selber kaufen und voll bezahlen muss. Aus diesem Grund arbeite ich schon sehr lange mit einer Apotheke zusammen, zu der ich die Patienten schicken kann.  Es ist eine der wenigen Apotheken in Albanien, die zumindest einige originale Medikamente hat. Denn diese Land ist überfüllt von „Fälschungen“ und unwirksamen „Zeug“. In 80% der Fälle müssen allerdings wir die Kosten für die teuren Medikamente übernehmen, da sich das fast niemand leisten kann. Hier verlasse ich mich aber auf die Einschätzung der Ärzte, die schnell herausfinden, in welcher Situation sich der Einzelne sozial und wirtschaftlich befindet. 

 

Hilfstransport aus Deutschland erwartet:

Am 7. Oktober erwarten wir den Transport von „Hoffnung und Hilfe e.V.“ aus Deutschland. Der hat sich etwas verzögert, was mir aber ganz recht war, denn so konnten wir noch rechtzeitig 13 Tonnen Dachziegel und Farbe für 1250qm als Spende für Luka bekommen. Damit kann er wahrscheinlich noch in diesem Jahr die Renovierung des „BUFSH-Centers“ abschließen. Das ist natürlich klasse! Diese Geschichte ist somit zumindest für uns abgehakt Außerdem sind auf dem LKW noch Rollstühle für Behinderte in Burell und Essen für die Waisenhäuser in Elbasan. Außerdem wird noch ein Zahnarztstuhl mitgeliefert und wollen versuchen, in dieser Angelegenheit das Gesundheitsministerium zu "überrumpeln". Denn die haben immer noch nicht die Medikamente von „Bayer AG“ freigegeben! Dr. Tanny möchte allerdings nicht, dass wir hiermit an die Öffentlichkeit gehen. Er befürchtet Repressalien. Ich dagegen hätte damit null Probleme …

 

Das wäre es erstmal. Nach 10 ziemlich turbulenten Tagen kann ich bis zum Eintreffen des Transportes ein bisschen Ruhe  gut gebrauchen.

 

Dringende Bitte von Bibelschulleiter:

Zum Schluss noch folgende Bitte von einem Bibelschulleiter und Mentor aus Pogradec. Denn eine meiner Motivationen, hier weiter auszuhalten, ist genau dieses Problem, dem es entgegen zu wirken gilt. Vor allem Christen versuchen wir anzuhalten, hier in ihrem Land zu bleiben und in ihre Berufung zu kommen.

 

Für die kommenden Jahre 2020 - 2021 planen ca. 285.000 albanische Jugendliche, ihr Heimatland zu verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt die "FES Jugendstudien Europa", die vor kurzem von der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht wurde.

Laut dieser Studie wollen 26% dieser jungen Menschen nach Deutschland emigrieren, 18% nach Großbritannien, 16% nach Italien und die restlichen in andere Länder. Nach absoluten Zahlen sind die Albaner nach den Rumänen mit 358.000 Personen die zweitgrößte Gruppe in Europa, die ihr Land verlassen wollen. Relativ gesehen ist es jedoch ein Rekordwert von 40% der Jugendlichen, welche ihrem Land den Rücken kehren wollen. Das wäre der größte Verlust der vergangenen 30 Jahre - die Konsequenzen wären riesig. Wir (auch als CFN) können nur beten und überlegen, was wir ändern können, damit wir diese Massenauswanderung verhindern.

 

September 2019

Medikamentenlieferung:

Von „Bayer Pharma“ sollten wir die Tage eine Sachspende wichtiger Medikamente für das Krankenhaus Durres erhalten. Diese stehen nun seit 14 Tagen bei der Zollbehörde und werden vom Gesundheitsministerium nicht freigegeben! Es sei nicht erlaubt, dem Krankenhaus Spenden zukommen zu lassen, so die erstaunliche Begründung. Das ist völlig absurd und inzwischen ein großes Problem, so dass Dr. Tanny sich zu der Aussage hinreißen ließ, dass er sich wieder in die Zeit zurück versetzt fühle, bevor die Grenzen aufgegangen sind … Und es ist wahr, diese Aktion der Ministerin ist reine Schikane.  Wir wissen momentan noch nicht, was werden wird. Auch die Vertreterin von Bayer für den Balkan wartet … 

 

Ali Kurti:

Ali Kurti ging es die letzten Wochen gesundheitlich nicht gut, er musste ins Krankenhaus nach Tirana. Als er mir davon erzählte, habe ich einen Gebetsaufruf über WhatsApp gestartet. Nachdem viele für ihn gebetet hatten, ging es ihm wieder bedeutend besser, inzwischen, so muss man sagen, sogar richtig gut. Ali ist seit Monaten damit beschäftigt, sein neues Gemeindehaus zu errichten. Er sagte mir, dass es leider zu erheblichen Verzögerungen gekommen ist, weil Arbeiter schlicht nicht erschienen sind; teilweise saß er tatsächlich mehrere Tage herum und niemand kam. Das hat ihm schon zugesetzt. Seit letzter Woche wird wieder gearbeitet und er plant die Eröffnung im Oktober.  

                           

Renovierung des BUFSH Zentrums:

Luka arbeitet seit Anfang März an der Renovierung seines „BUFSH“ Zentrums. Inzwischen ist die komplette Außenfassade fertig isoliert, verputzt und gestrichen. Auch innen sind schon viele Arbeiten wie die Neuverlegung von Stromkabeln und Wasserleitungen erledigt. Aber wie es bei einem solchen Vorhaben nun mal ist, müssen doch mehr Arbeiten gemacht werden als gedacht. Deshalb versuchen wir jetzt noch Farbe für den Innenbereich zu bekommen, auch das Dach muss wirklich komplett neu gedeckt werden. Ich bin gerade dabei, einige Firmen zu fragen, ob sie uns hier noch behilflich sein könnten, zumal im Oktober ein neuerlicher Transport von „Hoffnung und Hilfe e.V.“ kommen wird, der vielleicht noch Ziegel (250qm) und Farbe (1250qm) mitbringen könnte. Wir warten allerdings noch auf Zusagen.

                             

Medizinische Notfälle:

Neben den Bauprojekten haben wir natürlich auch noch andere Sachen zu machen. Die Frau aus Pogradec, von ihr und ihrem Mann habe ich das letzte Mal geschrieben, jene, die in einen Zelt wohnen müssen, weil ihr Haus einsturzgefährdet ist, hat einen Operationstermin im September bekommen und wird im Krankenhaus Durres kostenlos behandelt. Ebenso wie noch zwei weitere Notfälle, die in den letzten Tagen herein gekommen sind. Außerdem müssen wir wieder Essen an Menschen verteilen, die nichts haben. Da in sechs Tagen (endlich) die Schule wieder anfängt, gehen auch die Vorbereitungen für anstehende Konferenzen und Seminare los. Wir werden weiterhin, trotz der Probleme mit dem Gesundheitsministerium, Material für das Krankenhaus besorgen. Hier laufen einige Anfragen, die sich gut anlassen und wo bereits Bereitschaft signalisiert wurde, uns helfen zu wollen.    

                   

 

August 2019

Wir waren in Deutschland, um Urlaub zu machen und einige dringend benötigte Sachen zu organisieren. Unter anderem auch den Hilfstransport von „Hoffnung und Hilfe e.V“ im kommenden Oktober nach Albanien. Er wird uns bzw. die, die wir unterstützen, Grundnahrungsmittel, Baumaterial für Luka, Rollstühle und vieles Weitere mehr bringen ...

 

Aber wir hatten auch familiäre Verpflichtungen: Meine Mutter feierte ihren 85. Geburtstag, mein Sohn Benjamin seinen 12. und mein älterer Bruder wurde 65 Jahre alt. Sie alle hatten innerhalb von vier Tagen ihren Ehrentag …  Da ich bei meiner Schwester in Nördlingen wohnen konnte, musste ich viel fahren. Aber ein Bekannter, der mir auch immer mehr zum Freund wird, hat mir dankbarerweise ein Auto kostenfrei zur Verfügung gestellt. So konnte ich alles ziemlich stressfrei erledigen. So was kann man schon als Segen bezeichnen.

 

Leider konnten wir nicht alles, was wir gesucht haben, finden. So zum Beispiel ein „Dental Mikroskop“  für Erion, unseren Zahnarzt. Auch verschiedene Autos zu finden - wir brauchen momentan eines für Luka, eines für Alban und eines für uns selbst –, war nicht von Erfolg gekrönt. Wir hoffen, diese als Sachspende bekommen zu können, weil die Kosten für Transport und Einfuhr so hoch sind, dass sich das niemand mehr leisten kann. Aber es ist, wie es ist ... Dafür habe ich für Ari, meinen „Agenten“ im Hafen, der für uns immer wieder sämtliche Papiere und Dokumente macht, einen VW Bus mitbringen können. Und mit ihm alles andere wie Klamotten, Material für unseren Physiotherapeuten, eine Gitarre, eine Geige und zwei große Musikboxen, die uns das Musikhaus Rudert in Freudenstadt geschenkt hat. Die Instrument habe ich direkt an Beni Xako weitergegeben. Er ist der führende Lobpreisleiter in Albanien und hatte mir bei der Korman Konferenz geholfen, die Musik zu machen. Ich habe ihm die Sachen geschenkt … 

Auf der Rückfahrt nach Albanien gab es am Grenzübergang von Slowenier nach Kroatien ziemlich große Probleme, weil wir die falsche Vignette gekauft hatten. Am Ende kostete es mich 300.- € Bußgeld und einen Aufenthalt von 8 Stunden. Aber ich will nicht ins Detail gehen …   Wir waren dadurch allerdings volle 37 Stunden unterwegs. 

 

Kaum wieder in Albanien angekommen, kam auch gleich der erste Notruf: Ein älteres Ehepaar musste sein Haus verlassen, weil es einsturzgefährdet ist. Nun leben sie in einem Zelt!!??! Außerdem leidet die Frau an einer seltenen Krankheit, die Beiden hatten aber kein Geld, um ins Krankenhaus gehen zu können … Wir haben ihnen den Bus und das Taxi bezahlt, damit sie nach Durrës kommen konnten. Die Frau wurde dann von Dr. Tanny kostenlos untersucht. Anschließend gaben wir den Beiden noch etwas Geld, damit sie sich etwas zu essen kaufen konnten.

 

Dann erhielt ich einen Hilferuf von Alban, dessen Mutter im Krankenhaus nicht behandelt wurde, weil sie keine Krankenversicherung hat. Laut dem Arzt braucht sie aber dringend Hilfe. Da das Krankenhaus eine Behandlung verweigerte, habe ich Dr. Tanny und Erion eingeschaltet. Nach nur 10 Minuten bekamen wir einen Termin für den nächsten Morgen. Jetzt ist alles in Ordnung. Viele, die mich fragen, warum wir als AMOS mit dem Krankenhaus weitermachen ... genau deshalb! „Das sind Patienten von dem Deutschen …“ wird dann gesagt und sofort handeln die Ärzte ohne jegliche Einschränkung …

 

Auch Riti, unser Busfahrer, kam schnell bei uns an. Er hat gerade aufgrund seines defekten Minibusses wenig Arbeit. Also musste ich ihm ein bisschen Arbeit verschaffen; es gibt Einiges zu tun. In Vorbereitung sind noch Baumaterialien für Luka und Material für das Hospital und für unseren Zahnarzt Erion.

 

 

Videos der Konferenz mit Dr. Baruch Korman online.

 

Nun hat TV 7 Albania die Videos der Konferenz mit Dr. Baruch Korman online gestellt. Sie sind für alle Interessierten hier zu finden