Aktuelles:

AUGUST: 2019

 

Wir waren in Deutschland um Urlaub zu machen und einige Sachen zu organisieren die zwingend gebraucht werden wie zum Beispiel den Hilfstransport von „Hoffnung und Hilfe e.V“ die im Oktober wieder nach Albanien fahren werden um uns, sprich jenen die wir unterstützen, Grundnahrungsmittel, Baumaterial für Luka, Rollstühle…. Und so weiter, zu bringen. Aber wir hatten auch familiäre Verpflichtungen: Meine Mutter feierte ihren 85. Geburtstag, mein Sohn Benjamin seinen 12. Und mein älterer Bruder wurde 65 Jahre alt. Alle die hatten innerhalb 4 Tagen ihren Ehrentag…  Da ich bei meiner Schwester in Nördlingen wohnen konnte, musste ich viel fahren. Ein Bekannter, der immer mehr auch Freund wird, hat mir ein Auto Kostenfrei zur Verfügung gestellt und so konnte ich alles ziemlich Stressfrei, abgesehen von der vielen Fahrerei, erledigen. So was kann man schon als Segen bezeichnen.

 

Aber alles was wir gesucht haben, konnten wir nicht finden. So zum Beispiel ein „Dental Mikroskop“  für Erion unseren Zahnarzt, das er dringend braucht. Auch Autos zu finden,- wir brauchen momentan eines für Luka, eines für Alban, und eines für uns.. – war nicht von Erfolg geprägt. Wir diese als Sachspende bekommen können weil die Kosten für Transport und Einfuhr so hoch sind, dass sich das niemand mehr leisten kann. Aber, es ist wie es ist. Dafür habe ich für Ari, meinen „Agenten“ im Hafen, der für uns immer wieder sämtliche Papiere und Dokumente macht, einen VW Bus mit gebracht und konnten somit alles andere wie Klamotten, Material für unseren Physiotherapeuten und, eine Gitarre, eine Geige und 2 große Musikboxen, die uns das Musikhaus „Rudert“ in Freudenstadt geschenkt hat, mitnehmen. Die Instrument habe ich dann direkt an Beni Xako weitergegeben. Er ist der führende Lobpreisleiter in Albanien und hatte mir ja damals bei der „Korman Konferenz“ geholfen die Musik zu machen. Ich habe ihm die Sachen geschenkt… 

 

Als wir vor Tagen dann nach Albanien zurückgefahren sind, gab es an der Grenze von Slowenier nach Kroatien ziemlich große Probleme weil wir die falsche Vignette gekauft hatten. Schlussendlich kostete mich das 300.-€ Bußgeld und einen Aufenthalt von 8 Stunden. Aber ich will nicht ins Detail gehen…   Wir waren dadurch allerdings volle 37 Stunden unterwegs.

 

 Kaum wieder in Albanien angekommen, kam auch gleich der erste Notruf : Ein älteres Ehepaar musste ihr Haus verlassen weil es Einsturz gefährdet ist und lebt in einem Zelt(!!??! ) Außerdem leidet die Frau an einer seltenen Krankheit und die beiden haben kein Geld um ins Krankenhaus zu gehen… Wir haben Ihnen dann den Bus und Taxi bezahlt um nach Durres zu kommen und die Frau wurde dann von Dr. Tanny untersucht ohne dass sie dafür zu bezahlen hatte. Ich habe den beiden dann noch Geld gegeben damit sie sich etwas zu Essen kaufen können.

 

Dann erhielt ich noch einen Notruf von Alban, dessen Mutter offensichtlich im Krankenhaus nicht behandelt wurde weil sie keine Krankenversicherung hat. Laut einem Arzt ist sie allerdings in einer problematischen Situation und braucht dringend Hilfe. Nachdem sie vom Krankenhaus nicht weiter behandelt wurde habe ich Dr. Tanny und Erion eingeschaltet und nach 10 Minuten hatten wir einen Termin für den nächsten Morgen. Jetzt ist alles in Ordnung. Viele die mich fragen warum wir als AMOS mit dem Krankenhaus weitermachen; genau deshalb! Dort kann sich niemand erlauben Patienten von uns abzulehnen oder schlecht zu behandeln. „Das sind Patienten von dem Deutschen….“ Wird dann gesagt und sofort handeln die Ärzte ohne jegliche Einschränkung…  Damit wäre die Frage ja geklärt.

 

Auch Riti, unser Busfahrer, kam schnell bei uns an, er hat gerade wenig Arbeit mit seinem kaputten Minibus. Also muss ich ihm ein bisschen Arbeit verschaffen; es gibt einiges zu tun. In Vorbereitung sind noch Baumaterialen für Luka und material für das Hospital und für unseren Zahnarzt Erion.

 

 

 

 

 

Videos der Konferenz mit Dr. Baruch Korman online.

 

Nun hat TV 7 Albania die Videos der Konferenz mit Dr. Baruch Korman online gestellt. Sie sind für alle Interessierten hier zu finden

 

 

 

Die humanitäre Hilfe geht weiter.

 

Während der "Baruch Korman Konferenz" haben wir Altin kennengelernt. Seine Tante und sein Onkel haben seit 15 Jahren Prothesen, die inzwischen zerschlissen und damit kaputt sind. Nachdem er von unserem Dienst gehört hatte, fragte er mich, ob wir seinen Verwandten helfen könnten. Sie selber hätten - wie die wenigsten in Albanien - keine Möglichkeit, sich neue Prothesen zu leisten. Ich sagte ihm zu, dass wir versuchen würden, ihnen zu helfen. 

 

Wir haben die Beiden dann nach Pogradec zur "MNA" (Medizinische Nothilfe Albanien) vermittelt. MNA ist eine deutsche Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht, hat solche Hilfsmittel äußerst kostengünstig herzustellen. Sie haben den beiden Verwandten von Altin die dringend benötigten Prothesen gefertigt und auch bezahlt. Darüber hinaus haben wir ihnen einen Rollstuhl für ein weiteres Familienmitglied besorgt. Für die nicht an den Gott der Bibel gläubigen Menschen ist es ein starkes Zeugnis, dass "ausgerechnet Christen" ihnen helfen ...

 

Gesegnete Ferienzeit!

 

Die Sommerferien in Albanien haben angefangen! Das heißt, dass die Schulen für drei Monate geschlossen sind, viele Touristen ins Land kommen und alles saisonbedingt teurer wird. Alles schaltet einen Gang zurück und wegen der im Sommer anhaltenden Hitze kann man das Haus quasi nur am Abend oder am frühen Morgen verlassen. Wobei abends in Albanien die Moskitos die Herrscher sind ... Die meisten Missionare gehen in den Urlaub und sind während der Sommerzeit in Ihren Heimatländern oder an anderen Orten, wo sie neu auftanken können. Leider ist uns das aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht möglich.

 

In den nächsten Tagen müsste eigentlich noch eine Lieferung mit Medikamenten für das Krankenhaus in Durrëeintreffen. Als AMOS Mission werden wir versuchen, für zwei ältere Menschen aus Tirana neue Prothesen zu besorgen. Da aber auch in Deutschland Urlaubszeit ist, haben wir in dieser Zeit einen typischen Spendenrückgang zu verzeichnen, da freie Mittel eben nachvollziehbar anderweitig verwendet werden. Unsere langjährigen Erfahrungen helfen uns jedoch, diese "Durststrecke" möglichst gut zu überbrücken. 

 

Ehrlicher Weise muss ich gestehen, dass diese drei vor uns liegenden Monate für mich persönlich immer die schlimmste Zeit im Jahr sind. Mir macht die Hitze unglaublich zu schaffen und ich bin froh, dass wir nicht all zu viel zu tun haben. Eigentlich sollte man meinen, dass es doch eine gute Zeit wäre, an den Strand zu gehen (zumal Durrëdirekt an der Adria liegt). Leider ist das Wasser aber sehr belastet und wie in jeder Saison wird die Verwaltung davor warnen, dass das Baden in der Adria rund um Durrësehr gesundheitsschädigend ist ... Mangels eines Autos sind wir aktuell auch in unserer Flexibilität eingeschränkt.

Dazu kommt, dass mein Sohn sich Anfang Juni das Sprunggelenk angebrochen hat und er deshalb nur zu Hause rumsitzen kann. Der Heilungsprozess ist langwierig - er ist dementsprechend in seinem gebremsten jugendlichen Tatendrang genervt und teilt das auch seinem Umfeld mit ... aber ich kann ihn ja verstehen ...

 

Wie dem auch sei: Ich wünsche allen, die uns hier besuchen, einen erholsamen Urlaub und eine schöne Ferienzeit!

 

Mai und Juni 2019

 

Die Korman-Konferenz ist vorbei und sie war toll. Ich gebe zu, dass es äußerst selten ist, das Privileg einer dermaßen tiefgehenden Bibellehre zu genießen. Teilweise hat Baruch Satz für Satz aus der Bibel ausgelegt und dabei immer wieder die ursprüngliche Bedeutung einzelner Worte erklärt. Faszinierend war auch der Bezug auf Israel oder die Bedeutung von "Bildern, Zahlen und Farben". Erstaunlich fand ich persönlich auch die Klarheit von Dr. Korman in Bezug auf das, was Jüngerschaft bedeutet. Wie wichtig Gehorsam gegenüber Gottes  Wort und seinem Geist ist und welcher Segen daraus erwächst. Baruch sprach über die  Bedeutung des Kreuzes, des Blutes Jesu und der Anerkennung der Herrschaft Jesu.

 

Ich habe selten bei einer Konferenz eine solche Tiefe und Ehrlichkeit im Umgang mit dem Wort Gottes gehört. Manches war für mich bisher völlig unbekannt. Meines Erachtens ging von dieser Konferenz ein großer Segen für Albanien aus. Freundlicherweise waren die Mitarbeiter von Radio7 alle drei Tage anwesend und haben alles fürs Fernsehen und auch Radio aufgezeichnet. Es war eine Freude zu sehen. wie sie als verantwortliche verantwortliche Mitarbeiter von Radio7 Baruch in dieser Zeit mit Fragen überhäuften.

 

Besonders dankbar bin ich Arben Xhako für seinen Dienst als Anbetungsleiter während der Konferenz. Er war bereit, dafür eine andere Konferenz "sausen" zu lassen. Ich sehe auch in unserem Zusammentreffen, da wir uns zuvor noch nie begegnet waren, eine Führung Gottes. Wir trafen uns in der Woche vor der Konferenz auf der Straße und es entstand spontan eine innere Verbindung. In der Zukunft wird sich sicherlich noch eine gute Zusammenarbeit und vielleicht sogar Freundschaft ergeben. 

 

Meines Erachtens hätte diese Konferenz jedoch mehr Besucher verdient. Trotz der aufwändigen Werbung waren wir leider nur zwischen 90 und 120 Personen, wovon nur etwa 40 Leute die Konferenzgebühr bezahlen konnten. Aber das wurde für mich dann dadurch aufgewogen, dass wir am letzten Tag, als Dr. Baruch Korman  einen Aufruf zur Lebensübergabe an Jesus machten, 20 Personen eine solche Entscheidung trafen. Wir hatten einen Bus angemietet, um ca. 50 Menschen aus einem besonders betroffenen Armenviertel in Durrëmit zur Konferenz zu nehmen.  Er sagte schon am Tag zuvor zu mir, dass manche dieser Besucher seine Predigten wie ein trockener Schwamm Wasser aufsaugt hätten. Und genau darum geht es doch: Dass Menschen zu Jüngern Jesu werden!

 

In den letzten beiden Tagen habe ich mir mehrmals Gedanken darüber gemacht, ob wir tatsächlich immer das Evangelium predigen oder an manchen Stellen konsequenter sein müssten. Vielleicht müssen wir manche Dinge neu überdenken, da wir nicht selten in der Versuchung stehen, den "Menschen zuliebe" das Evangelium "auszudünnen". Baruch Korman sagte einmal, dass der Geist Gottes das Werk tut, nicht wir. Warum also "vorsichtig" sein? Manchmal dachte ich so bei mir selbst: "Oh, das ist aber harte Kost, vor  allem für die aus Durrë ..." War es das wirklich? Gott sieht das Herz an!

 

Hier nun ein paar Impressionen von der Konferenz:

 

Mai 2019

 

Diesen Monat haben wir viel zu tun. Neben den normalen Tätigkeiten wie soziale, medizinische und humanitäre Hilfe steht am 23. - 25 Mai unsere große Konferenz mit dem Rabbi Dr. Baruch Korman aus Israel an. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits seit mehreren Monaten. Rabbi Korman wird unter anderem auch bei Radio7/Television7 zu zwei Interview als Gast geladen sein. Über Radio7 haben wir auch Werbung geschaltet und wir mieten einen Reisebus an, um Personen außerhalb von Tirana einen Shuttle -Service anbieten zu können. Wir erwarten an die 300 Besucher zu dieser 3-tägigen Veranstaltung, was für Albanien eine stattliche Zahl bedeutet.

 

Im Mai erwarten wir aber auch noch Medikamente für das regional Hospital Durrës die uns vom Bayer Pharma aus Leverkusen als Spende weiter gegeben werden. Die ist nur möglich, wenn wir als AMOS dazwischen geschaltet sind und die Organisation vor Ort übernehmen.

 

Ein neuerlicher Hilfstransport von Hoffnung und Hilfe e.V. kam die letzten Tage ebenfalls hier in Albanien an. Neben den Materialien für Luka Sema von BUFSH, die er dringend braucht, um das baufällige Missionsgebäude zu renovieren, kamen mit diesem Transport noch Rollstühle für eine Behindertenorganisation in Burel (etwa 120 km nördlich von Durrës). Dazu mehrere Paletten mit haltbaren Lebensmitteln, sowie 300 Kartons mit Kleidung und Schuhen für Waisenhäuser in Elbasan (etwa 170 km westlich von Durrës) und der dortigen Arbeit unter Straßenkindern und sehr armen Familien. Und wir konnten Ali Kurti, Ältester in Albanien, 135 gebrauchte Stühle für seine Gemeinde übergeben.

 

Nebenher sammeln wir weiterhin Seegrasbälle, um diese zu der Fa. Neptutherm nach Karlsruhe zu bringen. Dort werden diese Bälle als Isolierung für Dächer und Fassaden weiter verarbeitet. In unserem Magazin haben wir momentan 3.500 Säcke.

 

In Durrëhaben wir kleine Kartons mit Lebensmittel für 10 Familien eingekauft und diese verteilt. Anbei eine kleine Bilderauswahl. Nichts von dem allem wäre ohne AMOS möglich gewesen und wir danken Gott für die Möglichkeiten, hier vielfältig helfen zu können. Vor allem bin ich erstaunt, wie der Herr Jesus Türen geöffnet hat, um solche Projekte realisieren zu können. Das ist schon erstaunlich!

 

 

Erstaunliche Leiterkonferenz:

 

Die beiden Wochenenden mit den Workshops für Pastoren und Leiter sind gestern zu Ende gegangen. Nicht nur meine Erwartungen sind weit übertroffen worden! Die Gemeinschaft und Einheit, die hier neu „geboren“ wurde, ist fantastisch. Verschiedene Pastoren und ganze Gemeinden haben vor Gott gegenseitige um Vergebung gebeten und sich versöhnt. Im Anschluss fand eine Zeit der Segnung statt, um für die Arbeit in Albanien besser gerüstet zu sein. Mir fehlen ehrlich gesagt ein bisschen die Worte, um das Erlebte treffend zu schildern, aber im Grunde ist das eingetreten, was mir von Gott vor mehr als drei Jahren aufs Herz gelegt wurde und wofür ich lange gekämpft habe. Es war ein Durchbruch! Der „Leib Christi“ in Albanien ist aufgewacht und zeigt sich bereit, seine Verantwortung zu übernehmen. 

 

 

Unterbrechung durch Notrufe ...

 

Während der Konferenz erreichten uns verschiedene Notrufe. Unter anderem von einer Familie, deren Vater dringend Sauerstoff benötigte. Ebenso war Hilfe nötig, um kurzfristig zu teure Medikamente und einen Rollstuhl zu besorgen. Glücklicherweise konnten wir alles innerhalb kürzester Zeit organisieren. Außerdem mussten noch schnellstens die Seegrasbälle fertig gesammelt werden, um den Transport nach Karlsruhe abzuschließen.

 

Die Vorbereitungen für einen Transport von Hoffnung und Hilfe e.V. im Mai sind ebenfalls im vollen Gange. Hier galt es, Verhandlungen mit Firmen zu Ende bringen.

 

Die Vorbereitungen für das Seminar „Die Realität der unsichtbaren Welt“ mit Rabbi Baruch Korman aus Israel sind auch noch nicht gänzlich abgeschlossen. Z.B. müssen wir den Veranstaltungsort ändern, weil sonst die Kosten zu hoch wären und wir bereits über 100 Anfragen haben. Das ist viel für Albanien, der geplante Raum wäre um Einiges zu klein gewesen.

 

Ihr seht also, dass es uns sicher nicht langweilig wird bzw. ist. Anbei ein paar Fotos mit der Bitte um Verständnis, dass wir nicht alles öffentlich dokumentieren dürfen.

 

März/April 2019

 

Das erste Wochenende mit Workshops für albanische Pastoren und Leiter ist zu Ende gegangen. Wir danken Gott für seinen Segen. Wir hoffen, durch unsere Arbeit einen starken Impuls gesetzt zu haben und rechnen damit, dass am folgenden Wochenende die Anzahl der Teilnehmer sogar noch steigen wird. Viele beschrieben die erlebte geistliche Einheit als bisher unerreicht und sind überzeugt, dass daraus eine positive Frucht erwachsen wird.

 

Wir versuchen nach wie vor, dem Krankenhaus mit Sachspenden zu helfen. Vor allem der Bereich der Physiotherapie ist dramatisch vernachlässigt. Die Fa. Spitzner aus Ettlingen war so freundlich, uns mit Massageölen und Tapes zu helfen, die in dieser Qualität in Albanien nicht zu bekommen sind. Adrian, unser Arzt, hat sich sehr gefreut, als er diese Sachspenden entgegen nehmen konnte.

 

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr:

 

Einige Wochen vor Weihnachten wurden wir von einer Gemeinde gefragt, ob wir eventuell noch Weihnachtspakete für Kinder hätten. Es ist eine langjährige Tradition, dass verschiedenste Organisationen aus Deutschland Weihnachtspakete für Kinder nach Albanien transportieren, die dann hier verteilt werden. In den letzten Jahren bekamen wir immer wieder welche von ADRAdie wir dann verschenkt haben. Aber in diesem Jahr gab es erst keine Anfrage. Als dann kurz vor Weihnachten doch eine Anfrage von der Kisha Kristian Durrës kam, war es zu spät, um noch etwas organisiert zu bekommen. In meiner Verlegenheit habe ich die Johanniter in Deutschland kontaktiert, die tatsächlich bereit waren, uns 200 Pakete zur Verfügung zu stellen. Der Transporter war glücklicherweise noch nicht in Deutschland losgefahren, sollte aber erst nach Weihnachten in Shkodra, etwa 170 km von Durrës entfernt, eintreffen. Das war doch eine gute Nachricht! Also suchten wir nach einer Möglichkeit, um die Pakete von Shkodra nach Durrës zu bringen. Es gab allerdings ein Problem: Die Pakete wogen jeweils zwischen 15 und 20 Kilogramm, es galt ca. 4000 Kilogramm zu verladen. Und das ohne LKW ... So fuhren wir mit drei Autos, darunter ein Kleintransporter, nach Shkodra.

 

 

Wir entschlossen uns, die Pakete zu öffnen, um zu sehen, was darin war und um sie neu zu verpacken und zu verteilen. Dadurch konnten wir nicht nur die Gemeinde in Durrës beschenken, sondern auch die Waisenhäuser in Elbasan und noch einige sehr arme Familien. Das wurde eine große Überraschung für viele. Eine stressige, aber tolle Aktion! Vor allem die Mitarbeiter in Elbasan machen einen hervorragenden Job. Es erfüllte uns mit großer Freude, ihnen als AMOS-Team helfen zu können. Gott eröffnet Möglichkeiten gemäß seinen Plänen.

 

 

 

Erion, ein junger Zahnarzt und langjähriger Freund, hat finanziell einfach nicht die Möglichkeit, seine Praxis gut einzurichten. Da er unsere Bedürftigen allerdings immer kostenlos behandelt, hatte ich mich schon vor zwei Jahren entschlossen, ihm zu helfen. So konnten wir kurz vor Weihnachten Geräte und Zubehör als Spende von der Fa. Sirona bekommen. Dieses hochwertige medizinische Equipment wäre für Erion unbezahlbar gewesen, da er, wenn es hoch kommt, für eine Behandlung etwa 10,- bis höchsten 15,- € erhält. Es gibt hier in Albanien keine allgemeine Krankenversicherung, die die Kosten übernehmen könnte. Da mit diesen Beträgen gerade mal die Unterhaltskosten der kleinen Klinik gedeckt sind, muss Erion nebenher noch im Krankenhaus in Durrës arbeiten. 

 

 

Ankunft eines großen Transports mit Hilfsgütern für mehrere Organisationen:

 

Am Samstag, den 28. Okt. 2018 kam endlich der von uns erwartete Transport mit Baumaterial für die Renovierung des Gebäudes von BUFSH an. Mit auf dem LKW waren auch Paletten mit Mehl, Nudeln, Konserven und anderen Sachen, die uns die Organisation Hoffnung und Hilfe e.V. aus Loßburg im Schwarzwald kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Diese Hilfsorganisation hat auch den Transport geplant und durchgeführt; ein Geschenk des Himmels!! Zusätzlich konnten wir noch Material für die physiotherapeutische Abteilung des Krankenhauses hier in Durrës empfangen; und auch einen dringendst benötigten Elektrorollstuhl für eine Frau, die seit einem Unfall nicht mehr laufen kann – sie hat bei diesem Unfall ihre beiden Söhne verloren.

 

Trotz erheblicher Probleme und Verzögerungen bei der Einfuhr durch die Behörden (leider ist das in Albanien der Normalfall - wir mussten deshalb fast den kompletten Lkw in einen anderen Lkw umladen, weil sonst die Fahrer nicht rechtzeitig aus Albanien weggekommen wären), konnten wir alles abwickeln. Die Fahrer sind am Montagmorgen via Montenegro, Kroatien, Slowenien und Österreich zurückgefahren und glücklicherweise rechtzeitig in Deutschland angekommen.

 

 

Die Fa. Zimmer aus Neu-Ulm hat uns Geräte für das Krankenhaus gespendet. Auch Herr Hans Herzog aus Nürnberg hat Geräte für die Magnetfeldtherapie als Spende an uns weiter gegeben. Erion bekam von der Fa. Melag aus Berlin als Spende ein Desinfektionsgerät (Autoklav) und ist überglücklich.

 

 

Auch wenn wir durch diese Arbeit viel Aufwand und keinen Profit haben, machen wir es gern. Da Gott unser Versorger ist, sind wir dadurch ein starkes Zeugnis für viele Albaner. Gott ist groß!

 

Allerdings war die Beschaffung eines Elektro-Rollstuhls das wohl unglaublichste Ereignis im Zusammenhang mit diesem Transport. Ein Mitarbeiter von der Fa. Sunrise, Herr Zoltan Fekete, der selber gehbehindert ist, organisierte den Rollstuhl in der Schweiz. Er brachte ihn persönlich von Bern an die deutsch-schweizerische Grenze, wo er dann von einem Bekannten von Hoffnung und Hilfe e.V. abgeholt und in der Schwarzwald gebracht wurde. Das Ganze innerhalb von nur einem Tag! Eine phantastische Aktion, die Gott sicherlich segnen wird. Wir sind aus dem Staunen kaum heraus gekommen! Klasse!

 

 

5 Tage mit Terry Mortenson von „Answers in Genesis“:

 

Terry Mortenson von Answers in Genesis war im Okt. 2018. auf Einladung der AMOS-Mission nach Albanien gekommen. Wir konnten Veranstaltungen in der Josua Gemeinde in Elbasan und im Kristian Center in Durrës, einer ursprünglich kanadischen Freikirche, durchführen. Als AMOS-Mission waren wir bei diesen Veranstaltungen für die Organisation und das Catering zuständig. Neben literweise Kaffee und Getränken sowie Gebäck, wurden in Elbasan 80 Pizzas und in Durrë15 Familien-Pizzas vertilgt. Die insgesamt acht Stunden dauernden Seminare waren für die meisten Besucher dermaßen interessant, dass praktisch niemand den Raum verließ. Und für die Fragerunden nach den Seminareinheiten hätten wir locker noch einige Stunden mehr benötigt, aber wir mussten uns mit 45 Minuten zufrieden geben. In Elbasan predigte Terry Mortenson dann noch im Sonntags-Gottesdienst, nachdem eine Reihe Besucher mich darum baten, weil sie seine Vorträge so fantastisch empfunden hatten. Hier kleine Einblicke

 

 

Am darauf folgenden Montagabend nahmen wir uns als Familie Zeit, mit Terry ein kleines Abendessen zu haben. Am Dienstagmorgen wurde Terry in Tirana erwartet, um dort an der Universität für Geologie vor Studenten zu sprechen und sich anschließend mit einigen Lehrkräften und Professoren zu einem persönlichen Austausch zu treffen. Dieses geschah in enger Zusammenarbeit mit Campus Crusade, einer christlichen Organisation, die unter Studenten arbeitet. Sicherlich war das für Terry eine starke Herausforderung, die er aber, da selber Professor, äußerst brillant meisterte: 

 

 

Am Mittwoch war Terry Gast im Fernsehstudio von Radio7, um eine Aufnahme zu machen, die in den nächsten Wochen ausgestrahlt werden soll.

 

Für den Donnerstag wurde er als Gastredner zu einem sogenanntes Outreach von Campus Crusade eingeladen, bevor er dann in den Kosovo abreiste, um dort in einer Gemeinde ein 5-tägiges Seminar abzuhalten.

 

 

 

 

Terry Mortenson

im Fernsehstudio

in Tirana.

 

Der Vorbereitungen für den Aufenthalt von Terry Mortenson in Albanien hatten einen gut 6-monatigen Vorlauf. Man könnte nun gewiss die Frage stellen, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Die Antwort müsste aber ein absolutes Ja sein! Die Dankbarkeit, ja, Begeisterung war groß. Viele haben nachgefragt, ob es nicht möglich wäre, eine längere, konzentrierte Konferenz mit Terry Mortenson zu veranstalten, bei der dann alle Pastoren und Leiter aus ganz Albanien eingeladen werden „müssen“ ... mal sehen, welche Möglichkeiten Gott uns hier eröffnet.

 

Zum Schluss noch ein Satz, den ein Geologiestudent zu Terry sagte: „Seit Jahren hatte ich Fragen, die mir niemand beantworten konnte. Heute haben Sie mir die Antworten gegeben. Vielen Dank hierfür!“