Aktuelles:

Juni 2020/2:

 

Hallo ihr Lieben.

 

Obwohl der Corona Virus die ganze Welt lahmzulegen scheint, viele Menschen, auch Freunde, sich große und teils auch berechtigte Sorgen machen, kann man dieser „surrealen“ Situation doch auch vielleicht Positives abgewinnen. Schon allein die große neue Offenheit für das Evangelium ist eine tolle Sache. Es gefällt mir, dass es bereits die zweite Veranstaltung in Deutschland gab, wo Christen aus den verschiedensten Denominationen öffentlich gemeinsam beten. Und dann auch noch grenzüberschreitend! Im Internet findet man anhaltenden Live Worship und Online Treffen, wie zum Beispiel jene von Watchmen for the Nations, wo weltweit mehrere zehntausend Teilnehmer beteiligt waren. Toll finde ich dabei, dass Christen aus asiatischen, europäischen, afrikanischen und Ländern aus dem Nahen Osten mit dabei sind. Auch die viertägige Gebetsrallye von IAHM-AIMG Healing Ministies hatte etwas Besonderes: 70 verschiedene Referenten! Und momentan findet in Australien eine mehrtägige „Apostel Conference“ von Peace Apostolic Ministries statt. Ich habe nur noch keine Teilnehmerzahl, aber sie geht sicher auch in die Tausende, wie in jedem Jahr. 

Bei allen theologischen Differenzen, die diese verschiedenen Dienste vielleicht haben, geht es doch vor allem um Jesus Christus; und zwar in einer Deutlichkeit, die ich schon fast nicht mehr für möglich gehalten habe. Und das finde ich einfach toll! Könnte es sein, dass der Leib Jesu in diesen Krisenzeiten näher zusammenrückt? Wenn ja, dann ist Corona fast schon so etwas wie ein Segen …

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Daran wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid, indem ihr euch untereinander liebt! Das versuchen viele momentan zu befolgen, obwohl sie an vielen Punkten vielleicht völlig unterschiedlicher Meinung sind. Ein Leib, aber viele Glieder … Doch Jesus ist das Haupt. Solange das die Richtschnur ist, ist doch eine kleine Chance da, dass der ganze Leib wächst ..., anstatt sich laufend nur zu bekämpfen und zu verletzen. Und die Möglichkeit, dass die Welt Jesus erkennt, hat zumindest eine neue Chance … Das wäre doch was, oder?

 

Nun, das sind meine Gedanken. Jeder kann darüber denken wie er will. Für Albanien macht mir das zumindest ein bisschen Mut. So kam auch die Idee auf, Musiker, Anbetungsleiter und Sänger aus verschiedensten Gemeinden, für einen Tag zusammenzubringen, um nichts anderes zu machen, als Jesus Christus zu preisen, zu loben und zu erheben. Was daraus dann vielleicht entstehen wird, überlassen wir getrost dem Heiligen Geist. Zumindest fangen wir jetzt mal an, das zu planen und dann auch umzusetzen. 

 

Ich bin momentan auch in Kontakt mit einem christlichen Leiter, der unter anderem mit Muslimen und in muslimischen Ländern arbeitet und den wir gerne hier nach Albanien einladen würden. Er hat bereits Interesse bekundet. Vielleicht können wir sogar ein „Mega-Event“ (sprich in einem Stadion oder einer großen Halle) planen. Diesbezüglich bin ich in Kontakt mit Shake the Nations (Nathan Morris) und auch die haben bereits Interesse bekundet. Es könnte also spannend werden in den nächsten Monaten.

 

Aber auch die „Stammaufgaben“ von AMOS vernachlässigen wir nicht. Wie bereits erwähnt, erhalten wir demnächst etwa 4000 Gesichtsmasken und Hoffnung und Hilfe wird ebenfalls nochmal einen Transport nach Albanien für uns machen. Wir verteilen immer noch viele Lebensmittel an Bedürftige und kümmern uns weiterhin um das regional Hospital hier in Durres. Auch das dringend gebrauchte C-Arm Röntgengerät kann eventuell bald gekauft werden. Inzwischen sind 10.000,- € dafür bei Rescue.Care.Worldwide eingegangen. Somit fehlen nur noch 4 – 5.000,- €. Dann kann das Gerät gekauft werden! Ich gehe davon aus, dass wir es im September herbringen können. 

 

Nun wir werden sehen, wie uns Gott hier in Albanien weiterhin leiten wird. Doch wie ich es einschätze, wird uns die Arbeit nicht ausgehen.

Zum Schluss habe ich noch ein persönliches Gebetsanliegen: Ich bin seit mehreren Wochen gesundheitlich sehr angeschlagen und ziemlich geschwächt. Wer es auf dem Herzen hat, darf deshalb ausnahmsweise ganz direkt auch für mich beten. Dafür wäre ich wirklich dankbar.

 

So weit mal für heute. 

 

Juni 2020:

 

Die auch in Albanien anhaltende "Corona Krise", schränkt unsere Beweglichkeit und unsere Arbeit natürlich genauso ein, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Zwar haben sich die Regelungen etwas gelockert, aber immer noch können wir z.B. das Land nicht verlassen. Doch der Dienst von AMOS-Mission geht natürlich weiter. So sind wir eifrig dabei, Nahrungsmittel und Hilfsgüter zu verteilen. Auch bei Problemen wie z.B. bei einer Familie, die eine Woche kein Wasser hatte, weil das Bad kaputt gegangen war, und die uns um Hilfe gebeten hat, konnten wir mit unseren Arbeitern das Problem bewältigen - und auch die Kosten für die Reparatur übernehmen. Und so geht das weiter. Wir helfen wie immer es uns möglich ist. Anbei eine kleine Auswahl an Fotos, die zeigen, inwieweit AMOS versucht zu helfen.

 

Mai 2020:

 

Hallo ihr Lieben.

 

Da ich täglich Nachrichten aus Deutschland höre und sehe, kann ich mir gut vorstellen, wie es wahrscheinlich vielen von euch geht und wie der eine oder andere unter den verordneten Einschränkungen zu leiden hat. Sicher ist mancher von euch sogar schwerer betroffen und hat vielleicht sogar Existenzängste. Schlimm ist, wenn jemand seine Arbeit verloren haben sollte oder in häuslichen Situationen steckt, die alles andere als einfach sind.

 

Eventuell hat jemand auch vom Corona-Virus betroffene Bekannte oder Verwandte oder ist selber infiziert … Von außen betrachtet ist das oft nicht leicht einzuschätzen und wenn man selber nicht betroffen ist, ist ein sich Hineinfühlen sehr, sehr schwer. Da helfen auch viele fromme Sprüche nicht viel; Jemanden sogar mit der Bibel oder Bibelsprüchen dann zusätzlich zu „erschlagen“, ändert noch weniger. Man ist, selbst wenn viele mit einem mitleiden, doch einzig und auf sich geworfen und muss die Krise allein er- und durchleben. Steve Green hat ein Lied gesungen, das solche Situationen aufgreift: „Wounded Soldier“:

 

Euch alle, die ihr in irgendeiner Situation seid wie oben beschrieben, möchte ich mit diesem Lied segnen. Ich wünsche euch, dass vielen, auch vor allem durch unseren Herr Jesus, in dieser Situation genau so begegnen wird. Und egal wie schlimm es sein mag, ich bin zutiefst überzeugt, dass genau das passieren

wird.

 

Als Mission in Albanien sind wir jetzt sehr beschäftigt und versuchen zu helfen, wo es nur geht. Hierbei erleben wir, gerade in besonders schwierigen Situationen, Gottes Hilfe und Eingreifen. Dazu  kommt, dass der Zusammenhalt unter uns, die wir Christen sein dürfen, täglich stärker wird. Als AMOS Mission arbeiten wir mit vielen anderen Organisationen zusammen, damit wir uns gegenseitig helfen können.

So werden wir demnächst viele gute Gesichtsmasken erhalten, die wir sowohl an das „regional Hospital Durres“ umsonst weitergeben werden, als auch an unsere Apotheke. Und wir bekamen 500 Liter Desinfektionsmittel. Einen Teil davon bekamen wir von der Firma Deutsche Objekt- & Schulmöbel sogar geschenkt.

Übrigens ist der Chef dort ein wirklich toller Christ … Das sagt doch viel aus. Alle Sachen werden in der Katastrophenhilfe zum Einsatz kommen. 

Zusätzlich kommen noch einmal 100 Liter Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis als Sachspende von der Firma „Chemotec“ aus Bruchköbel. Diese können dann eventuell mit einem neuerlichen Transport von „Hoffnung und Hilfe“. mit nach Albanien gebracht werden.

Da werden dann auch dringend gebrauchte Nahrungsmittel und andere Sachen mit dabei sein.

So Gott will, vor allem auch ein C-Arm-Röntgengerät. Aber dafür brauchen wir noch die finanziellen Mittel; doch daran wird gearbeitet …

 

Für mich persönlich ist diese Corona-Krise auch eine Chance. Durch sie sind wir gezwungen, uns neu an Gott zu orientieren und uns fast täglich neu auf ihn auszurichten. Jesus ist in dieser Hoffnungslosigkeit die einzige Hoffnung und ein Anker. Denn er macht nicht immer, was wir wollen, sondern wirkt, was wir wirklich brauchen. Und dabei ist er jederzeit in der Lage, auch mit meinem Frust und meiner Angst und meiner Wut passend umzugehen. Und oft muss ich zugeben, dass es nur gut war, dass er getan hat, was ihm gefällt und dabei selbst meine kühnsten Erwartungen übertroffen hat. Ich staune immer wieder, dass Gott sehr wohl weiß, was wir brauchen, auch wenn ich vorab so gar nicht seiner Meinung gewesen bin. 

 

Schon verrückt: „Alles muss mir schlussendlich zum Besten mitwirken“ (frei zitiert nach Römer: 8,28). Ich bin so dankbar, dass Gott sich nicht manipulieren und „überzeugen“ lässt. Er wird uns ans Ziel bringen. Deshalb freuen wir uns auf alles, was noch kommt und zwar nur, weil Gott treu ist und sich selber nicht verleugnen kann. 

 

April 2020/2:

 

Die „Corona Krise“ hat die ganze Welt erreicht und natürlich auch Albanien. Wir haben hier die gleichen Einschränkungen wie zum Beispiel in Deutschland. Geschäfte sind geschlossen, Cafebars sind zu und die Einschränkungen im privaten Umfeld gehen sehr weit. So darf man zum Beispiel seinen Heimatort nur verlassen, wenn man dafür eine Erlaubnis von der Polizei hat. Die allerdings wird äußerst selten gegeben.

 

Wir betreuen unter anderem hier in Durres eine 6-köpfige Familie aus Elbasan, die nicht zurückkehren kann. Deshalb hat sich ein mir bekannter Pastor aus Elbasan mit der Bitte an mich gewandt, dieser Familie zu helfen. So weit uns das möglich ist, machen wir das natürlich. Aber nach wie vor sehen wir selbstverständlich ebenso nach den Familien, die wir seit dem Erdbeben betreuen. Und es kommen Leute zu uns, die wir schon seit Jahren kennen, und die zurzeit nicht arbeiten dürfen, weil die Firmen schließen mussten. Kurzarbeitergeld gibt es in Albanien nicht und damit kommen viele jetzt in wirkliche Existenzprobleme. Deshalb kaufen wir unter anderem auch einiges an Medikamenten, weil sich viele Leute diese momentan gar nicht leisten können.

 

Für das Hospital in Durres konnten wir fünf kleine Patientenmonitore von der Fa. Mindray als Sachspende erhalten. Und immer wieder geben wir Essen weiter, das mit dem Transport von Hoffnung und Hilfe mitgebracht wurde. Elona, die Chefin von Aid to the Balkans in Elbasan kann mit dem, was an Kleidung und Essen gekommen ist, ungefähr 250 Familien versorgen. Zaimir aus Burrel, der etwa 150 körperlich und geistig behinderte Menschen betreut, bekam von uns Rollstühle, Windeln und Nahrungsmittel. Trotzdem werden wir wohl Hoffnung und Hilfe bitten müssen, eventuell nochmal nach Albanien zu kommen, weil in der momentanen Situation noch viel mehr an Nahrungsmitteln und Kleidung benötigt wird. Momentan sind wir deshalb in Gesprächen.

 

Das Krankenhaus in Durres braucht unbedingt ein C-Arm- Röntgengerät für den Operationssaal. Alle Anfragen bei verschiedenen Firmen haben bisher nicht viel gebracht. Deshalb versuchen nun die Verantwortlichen von Rescue.Care.Worldwide uns hier zu helfen. Sie haben einen Spendenaufruf gestartet, um ein solches Gerät kaufen zu können und es dann dem Krankenhaus zu spenden. Sollten wir das benötigte Geld zusammen bekommen, könnte das Gerät mit Hoffnung und Hilfe nach Albanien transportiert werden. Wer von euch hier vielleicht helfen möchte, kann gerne auf die Website Rescue.Care.Worldwide gehen und dort spenden mit dem Hinweis: "C-Arm Röntgengerät für Albanien".

 

Wir machen in dieser Krisenzeit die Erfahrung, dass wir Christen in Albanien, aber auch in Deutschland, immer mehr miteinander verbunden sind. Es gab wohl noch nie, seit ich hier bin, so viele gemeinsame Gebetszeiten wie jetzt. Viele sind über das Internet oder über WhatsApp miteinander verbunden und beten zu bestimmten Zeiten ganz gezielt für Anliegen. Wenn z.B. jemand krank ist, beten viele „in einem Geist“ für die jeweilige Person - und das hat natürlich positive Auswirkungen. So wurde u.a. ein Freund von mir fast vier Wochen lang im Gebet begleitet. Er ist inzwischen auf einem guten Weg der Besserung. Das hat doch was! Aber auch ansonsten ist die Verbundenheit unter „uns“ bedeutend intensiver als zuvor. Für mich ist das in etwa so, wie es in Römer 8,28 geschrieben steht: „... alle Dinge zum Besten mitwirken ...“.

 

Für mich ist die mittlerweile entstandene „starke Einheit“ unter vielen von uns ein ganz besonders starkes Zeugnis der Wahrheit dieses Verses. Da könnte man fast schon Gefahr laufen zu sagen: „Danke, Corona!“…  Das will ich natürlich nicht, aber zumindest für uns als Christen ist es doch eine Chance, mehr „eins“ zu sein als vorher und das freut mich.

 

Trotzdem sollten wir natürlich auch weiterhin dafür beten, dass diese „Seuche“ bald zu einem Ende kommt. Und dass der Weckruf, der damit verbunden ist, von der Welt gehört wird. Den nenne ich: "Bekehrt euch neu zu Gott!"  

 

April 2020:

 

Aktuell ist Corona das Gesprächsthema weltweit. Die täglichen Schreckensmeldungen lassen uns sicher nicht unberührt. Die Berichte über immer mehr Infizierte und die Meldungen über Todesfälle, die auf den Coronavirus zurückzuführen sind, machen viele sehr unsicher, ja, panisch. Die Regierungen beschließen laufend neue Maßnahmen, um die Pandemie einzuschränken. Die Freiheiten der Bürgern werden mehr und mehr beschränkt; in Ungarn wird der Regierung alleinige Macht gegeben, weltweit werden Ausgangsverbote verhängt ... Wir befinden uns faktisch in einem Ausnahmezustand. Die Zukunftsaussichten sind geradezu düster. Ganze Wirtschaftszweige brechen zusammen, viele Länder sind von einer schweren Rezession bedroht.

 

Wenn man Zuhause bleiben muss und deshalb mehr Fernsehen schaut, wird man von den Auswirkungen der Corona-Krise geradezu bombardiert. Stündlich hören wir Experten darüber reden, wie die ganze Geschichte zu bewerten ist und wie man damit umzugehen hat. Es werden die psychologischen Folgen für die Menschen hervorgehoben und diskutiert; es werden Horror- Szenarien dargestellt wie zum Beispiel: die Zunahme von häuslicher Gewalt und Missbrauch von Kindern. Und dann wird vor allem in Deutschland betont, dass der Staat alles versuchen wird, um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen. Ja, der Staat ... Ich bin wirklich überrascht, wie viel Milliarden auf einmal „locker gemacht“ werden können, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern und die Bevölkerung „sicher“ durch die Krise zu führen. So weit, so gut.

 

Nur, wo hört man in der Öffentlichkeit bei dem ganzen Chaos den Ruf nach Gott? Wo bleibt das Gebet zur Umkehr und Buße? Wo ist die Bereitschaft, sich dem Gott der Bibel neu zuzuwenden und wo ist die Bereitschaft, Dinge zu verändern, die ganze Nationen vom Gott der Bibel entfernt haben? Wo ist der Schrei um Hilfe an den Schöpfer?

Öffentlich habe ich diesen noch nicht gehört, außer bei einem amerikanischen Politiker in Kansas. Könnte es nicht sein, dass die Welt nur die Folgen der Entfernung zum Gott der Bibel zu tragen hat? „Der Sünde Sold ist der Tod“. Was sind unsere Sünden? Neben dem "legalen" Recht auf Abtreibung, die schlicht Mord ist, wird alles, was von Gott als richtig und gut bezeichnet wird, schlicht auf den Kopf gestellt. Beispiel? Homoehe, Pornographie, Betrug etc. ... Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen, aber sämtliche göttliche Ordnungen werden einfach über Bord geworfen.

 

In der Bibel steht die Geschichte von Jona. Als er Ninive zur Umkehr aufrief, tat die ganze Stadt Buße in Sack und Asche und das Gericht über die Stadt wurde abgewendet. Persönlich glaube ich, dass das der Schlüssel in dieser Krise ist. Mein Gebet ist, dass die Verantwortlichen in den verschiedenen Ländern genau das tun: Umkehren und sich neu dem Gott der Bibel zuwenden.

 

Mit einer solchen Meinung zieht man sich sicherlich den Zorn vieler zu; man wird lächerlich gemacht. Aber ich hatte einmal eine Situation in meinem Leben, wo ich von Jesus aufgefordert wurde, einem Todkranken Zeugnis von Jesus zu geben und ihn herauszufordern, sein Leben Jesus zu geben. Ich wollte da trotz mehrmaliger Aufforderung nicht machen bis Jesus folgenden Satz zu mir sagte: "Wenn du jetzt nicht aufstehst und mit diesem Menschen ein Übergabegebet sprichst, wird sein Blut auf dein Haupt kommen.“ Was blieb mir da noch übrig? Die Person tat Buße und gab unter den Augen ihrer Familie ihrer Leben dem, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist. Die Ehefrau sagte danach zu mir, dass sie noch nie so etwas Schönes erlebt hätte, wie diesen Moment. Das ganze spielte sich in einem Krankenhauszimmer ab; der Mann war kurz davor zu sterben und seine Frau und seine beiden Kinder waren bei ihm im Zimmer. Genauso wie noch vier andere Patienten und deren Familien.

 

Ihr Lieben, wird es nicht endlich Zeit, uns hier neu zu positionieren?

 

"Wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen; wenn wir ihn verleugnen, dann wird er uns auch verleugnen; wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen." 2.Timotheus 2, 12-13

 

Es ist an der Zeit, dass Deutschland, und nicht nur Deutschland, umkehrt zu dem lebendigen Gott der Bibel. Denn machen wir nicht genau das seit Jahren? Wir verleugnen Gott, wir verleugnen Jesus.

 

Trotz der Krise, die auch Albanien fest im Griff hat, arbeiten wir als AMOS Mission natürlich weiter und versorgen so viele Menschen und Familien wie eben möglich. Zusammen mit anderen Organisationen versuchen wir Not zu lindern und selbstverständlich geben wir alle Zeugnis vom Herrn Jesus Christus. Und es gibt Bekehrungen. Vor allem sind es aber Jeton, Suada, Roberto und Diana, die auch, trotz Ansteckungsgefahr den Menschen helfen und segnen, wenn sie sie aufsuchen. Jesus wird einmal zu ihnen sagen: "Was ihr getan habt einem von meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."

 

 

Dieser Brief hat heute die AMOS-Mission erreicht:

 

NEWSLETTER Raport from Durrës Christian Center to Eugen

 

Encourage testimonys The Elvis Bajrami Family:  This family from our visit accepted Jesus as the Lord and Savior of their lives.  My parents asked for a Bible.

 

Emiljan Sofia family  Emiljan Sofia is an orphan, affected by the earthquake.  Last week was very sick, we bought medicine and food.  Now he is fully healed.

 

Family Rescue Lila Lac:  Shpetim Lila is the chief of police in the City of Lac.  He serves as a pastor in Lac.  Together we have done Bible school.  We visited his home with Suada and Renato traveled to Lac.  We helped him with food.  We are prophetically praying for his son who is sick.  I encouraged him not to give up the service.

 

Family Suada and Ervin Broli:  This family is a regular member of our church.  It is affected by the earthquake.  Suada has just become a mother for the second time.  Ervin is currently out of work due to the virus.  We helped with baby milk and family food and medicine.  The older boy has been diagnosed with brain disease.

 

Family Marjana Marku: She is the mother of two baby twins.  Abandoned by her husband and depressed.  We helped with family meals and baby milk.

 

2. Dear Eugen thank you on behalf of the Church of Durres Christian Center, the leadership and emergency group Jeton Bajram, Suada Cerma, Renato Bajrami and Diana Proga.  Thank you for being with us in these difficult times.  For your contribution to people affected by the earthquake and now in the time of COVID-19.  Our prayer is that God may continue the good work that has begun in you, through you and your work.  Amen!

 

 

März 2020:

 

Der Corona-Virus hat auch Albanien voll im Griff. Zwar haben wir insgesamt bisher nur 58 gemeldete Infizierte und letzte Woche den bisher einzigen Todesfall, aber die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem streng. Auch bei uns sind alle Restaurants, Cafes und Kneipen geschlossen. Außerdem dürfen wir nur morgens zwei Stunden - von 6:00 bis 8:00 und nachmittags von 16:00 bis 17:00 Uhr, also nochmal eine Stunde, Auto fahren. Das schränkt sehr ein. Alle Veranstaltungen und Meetings sind ebenfalls verboten. Genau wie in Deutschland dürfen auch in Albanien keine Gottesdienste mehr stattfinden. Die Shops und Supermärkte allerdings sind offen, damit die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist. Selbstverständlich sind auch die Apotheken geöffnet. Ab 18:00 Uhr gilt seit gestern ein Ausgangsverbot.

 

Außerdem ist jeder verpflichtet, Gesichtsmasken zu tragen.

 

Die ganze Situation ist surreal und gespenstisch, aber das gilt für andere Länder ja auch. Natürlich bin ich über die täglichen Maßnahmen in Deutschland informiert. Ich persönlich bin, was den ganzen Hype um dieses Virus angeht, sehr bestürzt.

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz haben wir aber einen Transport von Hoffnung und Hilfe erhalten. Allein die kleine Irrfahrt des LKWs war schon interessant. Es war keine Durchfahrt durch Kroatien, Bosnien und Montenegro möglich und fast hätten die Fahrer aufgegeben. Aber wir haben dann euch eingeschaltet und ab da wurde die Fahrt im Gebet begleitet. Die Fahrer sind von der kroatischen Grenze wieder zurück nach Slowenien, von dort nach Italien und dann über Triest nach Bari gefahren. Kurz vor dieser Entscheidung kam die Meldung, dass LKW mit wichtigen Waren und Hilfstransporte mit der Fähre nach Albanien übersetzen könnten. Der LKW musste zwar noch in Bari von Samstagnacht bis Montag 14:00 Uhr warten, konnte dann auf die Fähre. Diese hatte gerade mal fünf  weitere LKW an Bord, als sie übersetzte. Aus Sicherheitsgründen musste jeder Fahrer in einer Einzelkabine schlafen. Ankunft in Durres war dann 23:00 Uhr.

 

 

Wir hatten uns ziemlich viele Sorgen wegen des Zoll und der Einfuhr gemacht, viele von euch beteten dafür. Das Ergebnis war fast ein „Erlebnis“, wie einfach sämtliche Papiere abzuwickeln waren und wie die Einfuhr und das anschließende Abladen funktionierte. Wir haben alles innerhalb von weniger als 8 Stunden bewältigen können, so dass der LKW am Dienstagabend wieder auf die Fähre sollte. Doch dann kam auf einmal die Nachricht, dass nur ein Fahrer pro LKW auf die Fähre dürfe ... und erneut habt ihr gebetet ... und beide durften drauf! Um 23:00 Uhr war der LKW schließlich wieder auf dem Weg nach Italien und hat den Hafen von Bari heute um 10:00 Uhr verlassen.  Nun ist er auf dem Heimweg.

 

Wir konnten Material von der Fa. Mindray" für das Hospital bekommen. Und auch von der Fa. Sirona erhielten wir kleine Teile für die Zahnarztklinik gespendet. Und natürlich Nahrungsmittel, Kleidung und Betten, sowie einige Rollstühle.

 

 

Wir erleben seit Freitagmorgen letzter Woche, wie Gott sich der Dinge angenommen hat. Wir leben, wie Gebete die schlimmsten Erwartungen außer Kraft setzt und wie Fürbittten geschlossene Türen öffnet. Die Dogana „musste“ die Papiere machen, obwohl mir zuvor von dem Sachbearbeiter gesagt wurde, dass es in „dieser Krise“ mindestens 14 Tage dauern würde. Und die Polizei, die zum Beispiel die Quarantäne von Luka kontrollierte (er hatte Kontakt zu Verdachtsfällen, blieb aber selber verschont ...), kam nicht eine Minute lang vorbei, um uns Probleme zu bereiten … Somit konnten wir zügig abladen und trotz der Einschränkung der Fahrerlaubnis hier in Albanien alles direkt verteilen. Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben …!

 

Diese Erfahrungen der letzten Tage ermutigen mich sehr, folgendes Statement abzugeben: Lasst uns die ganze Situation mit diesem Coronavirus und den Umständen, die damit verbunden sind, in die Verantwortung Gottes geben. Lasst uns beten, dass Jesus der Herr ist über alles, was passiert. Befehlen wir ihm unsere Wege an und lassen wir ihn unsere Schritte lenken. Lasst uns wieder Gott erheben. Das braucht nicht nur Deutschland oder Albanien, sondern die ganze Welt! Geben wir unser Leben, unsere Gemeinden, unsere Städte, unsere Länder wieder an unseren Gott und stellen wir uns ihm wieder gehorsam zur Verfügung. Legen wir unsere „toten Werke“ wieder ab und lassen Gott tun, was ihm gefällt. Und vielleicht wird es Zeit, den Namen Jesus wieder zu erhöhen, so dass er gehört wird an dem Ort, wo wir sind. In der Offenbarung steht, dass Krisen eine Chance sind, wieder zu Gott zu rufen und zu ihm umzukehren; lasst uns beten, dass genau das geschieht!

 

Februar 2020:

Wir waren für 18 Tage in Deutschland; zum einen haben meine Stiefkinder Maria und Osama eine Ausbildung in Reutlingen angefangen und zum zweiten habe ich den kommenden Transport von „Hoffnung und Hilfe e.V.“, der am 15. Februar in Albanien ankommen soll, mit vorbereitet. Deshalb war ich auch bei deren Fahrertreffen in Stuttgart-Echterdingen. Wie es aussieht, bekommen wir vor allem für Thumane, jener Ortschaft, die bei dem starken Erdbeben den größten Schaden und leider auch die meisten Todesopfer zu beklagen hatte, einiges an Nahrungsmitteln und Kleidung. Beides wird dringend benötigt ... Wahrscheinlich wird der LKW auch 2-3 Paletten Windeln mitbringen können, die uns die „Fa. Hartmann“ aus Heidenheim als Sachspende zur Verfügung stellen kann. Die Windeln sind für Zaimir in Burel, der eine Behinderteneinrichtung leitet und dort sich täglich um 175 Menschen kümmert. Er hat auch eine kleine Gemeinde, bei der unser Freund Brent aus Amerika zur Zeit dient. Außerdem verköstigt er täglich jeden Mittags noch etwa 30 Kinder …

 

Auf unserer Rückfahrt nach Albanien konnte ich noch ein EKG und Pulsoximeter für das Krankenhaus mitnehmen. Dort gab es einen ziemlich verheerenden Brand, bei dem drei Stockwerke völlig zerstört wurden und leider auch einiges an medizinischem Gerät ein Opfer der Flammen wurde. Ihr könnt euch vorstellen, wie die sich gefreut haben. Allerdings brauchen sie noch Patientenmonitore und nach wie vor ein C-Arm-Röntgengerät für den OP. Aber daran arbeiten wir bereits.

 

 

Die Autofirme „Barth“ aus Schopfloch hat uns zwei ältere Autos als Sachspende gegeben. Eines ging an Luka und eines an Jeton, seines Zeichens Pastor der „Centra Kristere Durres“ Gemeinde. Er ist einer der hauptamtlichen Arbeiter, die den vielen Menschen helfen, die bei dem Erdbeben fast alles verloren haben. Für Jeton ist das Auto ein großer Segen, weil er dadurch unabhängiger ist … Außerdem kann er nun viele Leute besuchen, ohne laufend um ein Auto bitten zu müssen …

 

Selbstverständlich geht die Unterstützung von Familien und Einzelpersonen mit Essen, Kleidung, Rollstühlen und was ansonsten noch benötigt wird, weiter; und erst jetzt wird das eigentliche Ausmaß der ungezählten Nachbeben sichtbar. 70% der Häuser in Durres sind beschädigt und ungezählte sind nicht mehr bewohnbar. Deshalb verteilen die verschiedenen Gemeinden an ihre jeweiligen Mitglieder auch viel Essen, Decken, Medikamente, Windeln und was sonst noch wirklich wichtig ist. Auch Heizkörper oder kleine Gasheizungen werden verteilt, um es zumindest während der Nacht einigermaßen warm zu haben.

 

 

Inzwischen werden an vielen Stellen Wohncontainer aufgestellt. Allerdings müssen sich die Leute diese kaufen. Das ist nur für die wenigsten möglich und deshalb bleiben die Ärmsten nach wie vor in einer unerträglichen Situation. Das heißt für uns natürlich, dass wir so viele Menschen wie eben möglich weiter unterstützen müssen, was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auch tun. Aber ich gebe auch unumwunden zu, dass wir da manchmal völlig überfordert sind.

 

Die Nachbeben haben bisher nicht aufgehört. Vor 10 Tagen gab es noch einmal ein starkes Beben der Stärke 5,4, wieder in Durres, Thumane und Fush Kruija. Wir können Gott dafür danken, dass es keine neuerlichen Schäden, sowohl an den Gebäuden, als auch bei Menschen gab. Allerdings ist die Panik und Angst in der Bevölkerung sehr groß und das ist ein wirkliches Problem. Die einzig gute Nachricht momentan ist, dass es seit 48 Stunden ruhig geblieben ist; die längste Zeit ohne Beben war seit November 17 Stunden ...

 

Sollte ich Gebetsanliegen nennen, dann würde das eine sehr lange Liste ergeben und deshalb nur die dringendsten: 

  1. Das wirkliche Ende der Nachbeben
  2. Keine Probleme bei der Einfuhr der Hilfsgüter
  3. Ein Ende der anhaltenden Panik und Angst
  4. Ermutigung der Pastoren und Leiter
  5. Für diejenigen, die hier bis zum Anschlag helfen und einen tollen Job machen!

 

Januar 2020:

 

Willkommen im neuen Jahr 2020. In Albanien haben wir Neujahr standesgemäß begonnen: 4,4 auf der Richterskala … Ja, die Nachbeben ziehen sich immer noch hin. Die längste Erdbeben freie Pause dauerte 17 Stunden. Heute Morgen waren es relativ moderate 3,1 ... Im Gegensatz zu Puerto Rico geht es uns aber gut; dort hat es täglich 5-8 Beben meistens um die 4,9 auf der Richterskala gegeben … (erstaunlich, wie man sich auf einmal für so etwas interessiert. Sagt die Bibel nicht, dass es Erdbeben geben wird, hier und da …?)

 

Heute Nacht hat es im Hospital Durres gebrannt. In der Orthopädie (die Abteilung von Dr. Tanny) ist um 01:00 Uhr ein Feuer ausgebrochen und hat sich rasend schnell ausgebreitet. 3 Stockwerke sind quasi zerstört und viel Equipment ebenfalls. Gott sei Dank hat es keine Verletzten gegeben, da die Nachtschichten schnell und zuverlässig gearbeitet haben und viele Patienten rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Aber das alles wieder zu reparieren … wow. Das Feuer entstand wegen eines Defekts im Stromverteiler der Orthopädie..

 

 

Inzwischen ist das Ausmaß der vielen Erdbeben ersichtlicher und als „AMOS-Mission“ sind wir quasi im Dauereinsatz. Es wird viel gebraucht, weswegen wir in Absprache mit „Hoffnung und Hilfe e.V.“ nochmals vor einen Hilfstransport organisieren werden, der übrigens viel Gebet als „Begleitung“ brauchen wird, weil die staatlichen Stellen durch Blockieren und Versagen "glänzen" … Wir wollen vor allem auch in Thumane helfen; dort sieht es nach wie vor schlimm aus. Aber auch in Durres wird immer noch viel gebraucht. So versuchen wir zu verteilen, wo immer es auch geht. In diesem Zusammenhang bin ich echt dankbar für die „Johanniter“, die in Shkodër sind. Sie rufen uns immer wieder an und fragen, was sie für uns tun können. Es waren bereits zwei Kleintransporter dort, um Sachen abzuholen … Klasse! Für ein älteres Ehepaar konnten wir ein neues Fenster kaufen; sie haben nur 50.-€ Pension im Monat … und in Shkozet haben wir ein ganzes Viertel mit Essen versorgt. Momentan versuchen wir Wohncontainer zu besorgen, die in der Nähe von Durres hergestellt werden. Wir wollen bald in Verhandlungen treten.

 

Videos der Konferenz mit Dr. Baruch Korman online.

 

Nun hat TV 7 Albania die Videos der Konferenz mit Dr. Baruch Korman online gestellt. Sie sind für alle Interessierten hier zu finden