Aktuelles:

Januar/Februar 2024:

 

Ab diesem Jahr verändert sich die Struktur der AMOS-Mission. Das hat mehrere Gründe: Zum einen hat mein Sohn in Deutschland eine Ausbildung angefangen und meine gesundheitliche Situation lässt es nicht mehr zu, dass ich dauerhaft in Albanien vor Ort bin. 

 

Obwohl ich eigentlich seit letztem Jahr in Rente bin - bei Gott gibt es das allerdings nicht-, wird unsere Arbeit  weitergehen. Allerdings etwas eingeschränkter als bisher.

Das heißt, dass wir nur noch projektbezogene Aufgaben wahrnehmen werden, wie z.B. die anstehenden Gebetshäuser in den Bergen von Elbasan.

Weiterhin werden wir Transporte mit Lebensmitteln organisieren und versuchen, einigen Gemeinden und Organisationen zu helfen, mit denen wir auch die letzten Jahre zusammengearbeitet haben. 

Die privaten Unterstützungen müssen wir leider einstellen und verweisen auf die Gemeinden und Pastoren.

Ebenfalls einstellen werden wir die Zusammenarbeit mit der Medizinische Nothilfe Albanien e.V. Für die zu betreuenden Patienten müsste ich immer vor Ort sein, was leider in dieser Intensität nicht mehr möglich sein wird.

Auch die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern kann aus gleichem Grund leider nicht mehr fortgesetzt werden; Ausnahmen wird es aber hier wahrscheinlich geben, wenn ich die Organisation von Materialien von Deutschland aus machen kann und wenn ich bei eintreffenden Transporten nicht in Albanien sein muss. 

 

Trotzdem wird auch zukünftig einiges zu tun sein. Die letzten Wochen habe ich damit verbracht, alles so umzuorganisieren, dass meine Anwesenheit in Albanien nicht mehr wirklich notwendig ist. Zwar werde ich immer wieder mal hinfahren, aber das bezieht sich auf wenige Wochen im Jahr.

 

Ende Dezember 2023:

 

Weihnachtspakete

Die ersten Pakete wurden gepackt und verschenkt:

 

Dezember 2023:

 

Durch die für mich unerwartete Unterstützung von euch war es uns jetzt doch möglich, zirka 300 Familien mit Weihnachtspaketen zu versorgen. Natürlich konnte ich die Pakete nicht selbst einpacken, aber wir konnten Sachen dafür einkaufen und an fünf Gemeinden weitergeben, die dann diese Arbeit übernehmen. Die Unterstützung geht vor allem an kleinere Gemeinden, die wir allerdings schon seit Jahren kennen und die Verantwortlichen auch vertrauenswürdig sind. Somit ist gesichert, dass damit jene Familien unterstützt werden, die wirklich diese Hilfe auch brauchen. Ich habe nur vorgegeben, was in einen Karton hineingegeben werden sollte: Jeweils 13 Artikel. Und daran hält sich auch jeder; auch wenn man dabei „Nüsse zählen“ musste. Hier nun ein paar Bilder von der Aktion: 

 

Eingekauft habe ich zusammen mit meinem Busfahrer Riti in verschiedenen Geschäften und in einem Großmarkt. Dann kamen die Mitarbeiter der Gemeinden zu vorher angegebenen Zeiten, um die Sachen abzuholen: 

 

Die ganze Aktion war so stressig, dass ich nicht so viele Bilder machen konnte. Aber wenn die Kartons gepackt sind und dann „verschenkt“ werden, sind die Gemeinden beauftragt, Bilder an mich zu schicken. Diese werden dann auf unserer Website veröffentlicht.

 

Dennoch sollte diese Aktion einmalig gewesen sein. Wie wir im nächsten Jahr Weihnachtspakete organisieren können, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall ist es in jedem Jahr so, dass ungezählte Weihnachtspakete gebraucht werden und wir als AMOS-Mission sehr viele Anfragen haben, vor allem auch von den größeren Organisationen, dir wir in diesem Jahr nicht berücksichtigen konnten. Diese haben jedoch vor drei Wochen Lebensmittel erhalten, wie bereits berichtet.

 

November 2023:

 

Nach über drei Monaten sind Benjamin und ich wieder in Albanien;

es war einfach unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden und somit gab es keine Möglichkeit, dass Benjamin seine Ausbildung fortführen konnte. Aber ich hatte ja genug darüber berichtet und es muss jetzt auch mal gut sein.

 

Wieder in Albanien haben wir direkt auf einen Transport von Hoffnung und Hilfe gewartet, der dann am Mittwoch eingetroffen ist. Geladen waren Lebensmittel und ein bisschen Baumaterial. Die Lebensmittel werden an drei verschiedene Organisationen verteilt, die Bretter gehen nach Burrel, um dort die restlichen Arbeiten fertigzustellen.

 

Da Weihnachten nicht mehr so weit weg ist, werden wir natürlich von allen Seiten gefragt, ob wir auch in diesem Jahr wieder Weihnachtspakete von den Johannitern erhalten würde. Wir versuchen das, aber es kann sein, dass es diesmal nicht klappt. Die Johannitern wollen nicht, dass mit ihren Paketen quasi „evangelisiert“ wird. Natürlich machen wir das nicht, sondern wir unterstützen Menschen in Not und Bedürftige, unabhängig von Religion oder Herkunft. Es ist auch nicht unser Ziel, dass nur dann Menschen Hilfe erhalten, wenn sie sich dem christlichen Glauben „verpflichten“ würden. Das den Johannitern glaubhaft zu vermitteln, ist jetzt unsere vorrangige Aufgabe, und es wäre natürlich toll, wenn ihr uns hierbei im Gebet unterstützen würdet. Es wäre fatal, sollten wir viele Menschen nicht unterstützen können, weil bei den Johannitern ein falsches Verständnis unserer Arbeit hier entstanden wäre …

 

Evangelisation ist Aufgabe von Gemeinden, nicht von AMOS-Mission. Und das haben wir auch noch nie so gesehen.

 

Weitere anstehende Aufgaben sind zwei Gebetshäuser für Nick Wakeley. Das ist schon längere Zeit in Planung, gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht.

Das Gleiche gilt für eine Arztpraxis in den Bergen oberhalb von Peqin. Dort wird ein neues Dach gebraucht und auch sonst werden medizinische Geräte benötigt. Da ich seit 14 Tagen Corona habe, kann ich leider momentan nicht dorthin fahren, um das Ganze zu besprechen; schwierig.

In Durres ist eine Gemeinde, die ein neues Gebäude bekommen hat. Es ist ein Rohbau, bei dem noch ein Stockwerk und das Dach fehlen. Der Pastor hat mich gefragt, ob wir ihm helfen könnten, das benötigte Baumaterial zu bekommen … Tja, das wird wohl etwas schwieriger werden; aber ich werde versuchen ihm im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Auch in dieser Gemeinde sind, wie in den meisten Gemeinden in Albanien, sehr viele arme Familien. Es werden die nötigsten Sachen gebraucht: Angefangen von Lebensmitteln bis hin zu Kleidung. Zwar hat sich einiges in Albanien in den letzten Jahren auch verbessert, aber die Kluft zwischen Arm und Reich klafft doch immer noch sehr weit auseinander; allein die Tatsache, dass sich viele Familien noch nicht einmal Medikamente leisten können - diese sind gänzlich von den Personen zu bezahlen weil die Krankenkassen Kosten für Medikamente nicht übernehmen - und wir deshalb ab und an die Kosten dafür übernehmen. Immer noch eine relativ teure Angelegenheit. Nun, wir haben auf jeden Fall einiges zu tun. Die nächsten Tage werden zeigen, was wir erreichen können, und dann geht es ja wieder darum, alles zu organisieren.

 

Bis dahin, euch anbefohlen!

 

August 2023:

 

Ein neuerlicher LKW von Hoffnung und Hilfe ist am Mittwoch in Albanien angekommen. Das war gar nicht so selbstverständlich, weil alle Fähren von Bari nach Durres ausgebucht waren und wir einfach keinen Platz gefunden haben. Ich habe mich dann am Sonntag mit den Fahrern in Sindelfingen getroffen und es wurde entschieden, dass „man einfach mal losfährt, und eventuell einen Platz auf der Fähre von Ancona nach Durres, bekommen könnte …“ Da wir bei allem, was wir in Albanien machen, völlig auf Jesus vertrauen, ging es dann einfach los. Und tatsächlich, in Ancona konnte ich einen Platz finden und buchen, und auch noch mit Kabine!! Die Treue von Jesus erstaunt doch immer wieder. Inzwischen wurde in Albanien bereits abgeladen und die Fahrer werden sich noch einen Tag lang ein bisschen Urlaub gönnen, den sie dann in Burel bei Saimir machen können. Danach geht es wieder zurück nach Deutschland. Aber weil auch da die Fähren voll sein werden, kümmert sich Ari, mein Agent im Hafen von Durres, darum. Und Jesus ist ja auch noch mit dabei .

 

Die jetzige Ladung war für Nick, Ali Kurti und für das Behindertenheim in Burel. Hier ein paar Fotos.

 

Der nächste LKW ist auch bereits in Planung. Wir haben die Materialliste von der kleinen Arztpraxis erhalten und jetzt geht es daran, alles „aufzutreiben“. Dann müssen wir noch die schon mehrfach erwähnten Gebetshäuser planen. Momentan gehen wir davon aus, dass wir quasi alles selber konstruieren und auch zimmern werden. Hierfür wird wahrscheinlich ein Zimmermann extra nach Albanien kommen und einen „Missionseinsatz“ machen. Dadurch sind wir, was die Konstruktion angeht, etwas "unabhängiger" und können ein bisschen „nach Wunsch“ bauen. Die Zusage für das Bauholz haben wir bereits. Nick hat mit dem jetzigen Transport Beton bekommen und muss nun das Fundament fertig stellen. Danach können wir mit der Planung beginnen. Wir hoffen, dass wir jeweils 20 m² Grundfläche für die Häuser machen können. Dann wäre auch genug Platz für die dann kommenden Besucher da. Wir werden sehen.

 

Juni/Juli 2023:

 

Nach einem mehr oder weniger entspannten Urlaub - mir wurde nach der Operation eine Ruhezeit in Deutschland verordnet - sind wir inzwischen wieder in Albanien angekommen. Gesundheitlich geht´s mir gut und es stehen ja auch einige Sachen an, die wir schon längere Zeit geplant haben.

 

So arbeiten wir gerade an einem neuen Transport für Nick Wakenley. Er möchte zwei kleine Gebetshäuser auf seinem Grundstück aufbauen, die vor allem für Leute gedacht sind, die eine Auszeit brauchen und sich Zeit nehmen wollen, ungestört für längere Zeit beten zu können. Wir nennen das „den Herrn suchen“. Dafür planen sie, zwei kleine Gartenhäuschen auf dem Gelände aufzustellen, in denen auch geschlafen und gekocht werden kann. Allerdings müssen wir auf die Häuser noch ein bisschen warten, denn sie müssen extra für uns hergestellt werden und das geht erst im Dezember oder Januar. Aber wir werden sie als Spende von einer Firma erhalten, die sich für ihre Arbeit das Motto „für Gott“ auf die Fahne geschrieben hat. Manchmal sind die Wege des Herrn schon überraschend ...

Das kleine Gemeindehaus bei Nick ist inzwischen so gut wie fertig und die ersten Zusammenkünfte haben bereits stattgefunden. 

 

Bevor wir wieder nach Albanien fuhren, waren Peter Ischka und ich noch auf das Jahresfest von Hoffnung und Hilfe eingeladen. Es fand in der Lagerhalle statt - und es war ein richtig schönes Erlebnis!

Vor allem waren auch Fahrer da, die schon mal bei uns in Albanien waren. Zwei von ihnen sagten, dass sie nur deshalb gekommen wären, weil ich kommen sollte. Das war ein schönes Wiedersehen.

 

Auch Stefan, der Hauptverantwortlich für die ganzen Fahrten zu uns, habe ich endlich mal wieder getroffen. Es ist so, dass wir als AMOS ohne die Hilfe von Hoffnung und Hilfe gar nicht alles machen könnten, was wir in Albanien tun. Übrigens konnte ich das bei einem kurzen Vortrag auch erzählen.

 

Mein Sohn Benjamin wird Anfang August 16 Jahre alt und wir sind seit einigen Monaten in der Diskussion, ob er noch weiter in Albanien in die Schule gehen, oder ob er stattdessen einen Beruf erlernen möchte. Als wir in Deutschland waren ging dann die Tendenz mehr in Richtung einer Berufsausbildung - in Albanien gibt es dafür eigentlich keine guten Möglichkeiten. Tatsächlich haben wir erste Vorstellungstermine bei Firmen im Stuttgarter Umland vereinbart. Momentan warten wir auf einen Anruf einer der Firmen, die ein sogenanntes „Zoom Interview“ mit Benjamin machen möchte. Dann entscheidet sich, ob er zu einem „Schnuppertermin“ eingeladen wird.

 

Sollte es dazu kommen, dass Benjamin eine Ausbildung in Deutschland beginnen kann, wird sich zukünftig einiges ändern müssen. Zwar werde ich mit der „AMOS-Mission“ weitermachen, aber die Arbeit wird mehr spezifisch sein. Etwas, das ich dann nur noch sehr eingeschränkt machen werde, ist z.B. die Hilfe für einzelne Familien. Auch unsere Unterstützung von Krankenhäusern würde ich dann aufgeben. Die Hilfe für die verschiedenen Organisationen allerdings wird bleiben. Ebenso die Weihnachtsprojekte.

Daneben soll mein Focus mehr auf die geistliche Arbeit gerichtet sein. Das heißt, dass ich mich mehr um Konferenzen, Treffen und Zusammenkünfte kümmern werde. Und ich muss dann öfter nach Deutschland reisen als bisher. Da ich inzwischen eigentlich Rentner bin, sollte ich mir das auch gönnen dürfen. Es wird also auch zukünftig nicht langweilig werden, egal ob ich mich mehr in Albanien oder Deutschland aufhalten werde.

Nun, wir werden sehen, wie uns Jesus hier leiten wird. Er ist am Ende derjenige, der das alles entscheidet. So war das schon immer, und so wird es auch zukünftig sein. Das lässt mich darum sehr gelassen in die Zukunft schauen.

 

Mai 2023:

 

Am 6. Mai ist Hoffnung und Hilfe wieder nach Albanien gekommen. Wir sind gerade dabei, für Nick Wakenley das Gemeindehaus zu renovieren und haben deshalb einiges an Baumaterial gebraucht, um Boden, Dach, Wände, Fenster und den Eingang neu zu machen. Die Vorbereitung hierfür hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen, da wir Material von verschiedenen Firmen gebraucht haben. Es war diesmal nicht einfach und zum ersten Mal seit Jahren habe ich erkennen müssen, dass viele Firmen, die uns eigentlich immer unterstützten, doch viele Probleme haben; die Situation in Deutschland ist schwieriger geworden …

 

Der LKW von Hoffnung und Hilfe hatte dann auf der Fahrt nach Albanien in der Nähe von Bologna/Italien einen Motorschaden. Es musste eine Ersatz-Zugmaschine extra von Deutschland gebracht werden und der kaputte LKW auf einem LKW-Transporter nach Ulm transportiert werden. Der entstandene Schaden für Hoffnung und Hilfe ist groß ... Wer also hier eventuell helfen möchte, kann das gerne tun. Es wäre sicherlich eine starke Entlastung, zumal Hoffnung und Hilfe auch alles ehrenamtlich macht …

Wie gesagt kam dann der Ersatz-LKW am 6. Mai an. Geladen waren fast alle Baumaterialien und auch sehr viel Nahrungsmittel. Diese haben wir dann neben Nick auch zu Saimir in Burel und an Elona in Elbasan gegeben.

 

Es wird jetzt einige Zeit dauern, bis das ganze Material verteilt sein wird. Das Baumaterial muss in die Berge gefahren werden; auf einer Straße, die wir als „Feldweg“ bezeichnen würden. Ich war bisher nur einmal mit meinem VW-Bus dort oben, und das war schon schwierig. Wie sich dort LKW hochquälen wollen …? Aber die werden das hinkriegen! Was das angeht, sind die Albaner unschlagbar …

 

Das von mir sogenannte „Nick-Projekt“ ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Wir planen noch einen zweiten Transport. Es sollen da oben auch zwei Gartenhäuser aufgebaut werden, in denen jeweils zwei Personen übernachten und auch kochen können. Die Häuser sollen als Gebetshäuser dienen. Beide Gartenhäuser wurden mir bereits von einer Firma zugesagt, die ihren Auftrag darin sieht, für Gott zu arbeiten … Die Verantwortlichen sind Bekannte von Olga Dammer, ihres Zeichens meine „Mutter in Jesus“. Ich wusste das bei meiner Anfrage nicht! Sind die Wege Gottes nicht manchmal herrlich?

 

Übrigens leidet Nick an einer rheumatischen Arthritis. Das hat zur Folge, dass sein Immunsystem „gegen mich kämpft“, sagte Nick. Auswirkungen sind starke Deformierungen an seinen Händen. Er hat oft starke Schmerzen und Schwierigkeiten beim Atmen. Für dieses Problem gibt es eigentlich nur ein Medikament, das aber im Monat 900 € kosten würde; es müsste fortlaufend eingenommen werden … Die Hersteller waren leider nicht bereit, uns mit einer Spende in Form dieses Medikaments zu helfen. Deshalb hat Peter Ischka ein Präparat von Alovea gefunden, das speziell für das Immunsystem konzipiert ist. Dieses Präparat haben wir als Spende erhalten - es würde für drei Monat etwa 800 € kosten! Übrigens bekommen wir das gleiche Präparat zukünftig für Kinder, auch als Spende. Was Nick angeht, so hoffen wir, dass ihm dieses Präparat helfen wird. 

 

14.Mai:

Inzwischen sind die Baumaterialien in die Berge Albaniens unterwegs. ich bin immer noch erstaunt, wie ein LKW dort hochfahren kann. Aber was sowas angeht, sind die Albaner unschlagbar... Hier die ersten Eindrücke.

Februar/März: 2023

 

Ereignisreiche Tage liegen hinter mir und es warten noch weitere spannende Tage auf mich. Über die Behandlung in Deutschland, habe ich bereits genug geschrieben; jetzt warten wir auf einen Termin im Herzzentrum in Lahr. Dort ist ein Arzt, der den nicht so einfachen Eingriff machen kann. Momentan werden die Details von meinen befreundeten Ärzten mit dem Spezialisten besprochen und dann muss nur noch ein zeitnaher Termin gefunden werden.

 

Wie angekündigt kam auch der Transport von Hoffnung und Hilfe am 1. März in Albanien an. Neben Baumaterial für das Behindertenheim in Burel hatten sie sieben Nähmaschinen geladen, die für ein spezielles Gefängnis-Projekt gedacht sind. Inhaftierte Frauen sollen mit Näharbeiten im Gefängnis ein bisschen Geld verdienen können, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Die genähten Sachen werden von Christen dann verkauft und das Geld an die Frauen/Familien weitergegeben. Außerdem sollen Insassen des Gefängnisses, an den Maschinen auch das Nähen erlernen, so dass sie, sollten sie entlassen werden, quasi eine Berufsausbildung haben und dann auf die Art auch arbeiten können. In Albanien lassen sehr viele Mode Firmen produzieren; es ist einer der Bereiche, wo es wirklich sehr viele offene Arbeitsplätze gibt. Die Chance für diese Frauen, nach ihrer Entlassung Arbeit zu finden, ist somit wirklich groß. Ich denke, das zu unterstützen, ist eine gute Sache. Federführend in dem ganzen ist eine gute Bekannte von Dana Mola, eine gläubige Christin, und direkt dem Justizminister unterstellt. Das alles macht Sinn!

Die Firma Brother hat uns fünf Industriemaschinen geschenkt und die Fa. Kurz aus Freudenstadt hat auch zwei Nähmaschinen gespendet. Aber wir sollten nochmal acht dazubekommen …! Zusätzlich wir haben noch Fahrräder bekommen. Die kann man hier echt gebrauchen!

 

Wir hatten außerdem noch die Möglichkeit, für das Krankenhaus in Durres Handschuhe und Blutzuckermessgeräte zu bekommen. Toll dabei war, dass uns ein Mann im Internet gefunden hatte. Und, da er selber behindert und nicht viel unterwegs ist, für uns diese medizinischen Handschuhe besorgt hat! Diese sind in Albanien die reinste Mangelware; ich werde laufend gefragt, ob wir die finden könnten. Und dann so etwas! Interessant, wie Jesus manchmal arbeitet.

 

Inzwischen steht ein neues Projekt an. Nick und seine Frau Sahra, englische Missionare und seit mehr als 20 Jahren in Albanien tätig, haben in einem Dorf in den Bergen eine kleine Gemeinde in einem völlig kaputten Gebäude. Sie müssen dafür keine Miete bezahlen, sind allerdings für die Renovierung selber zuständig. Im Grunde genommen muss alles neu gemacht werden, vor allem auch das Dach. Bilder davon werde ich in dem nächsten Rundbrief schicken. Aber wir werden dieses Projekt so bald wie möglich in Angriff nehmen; die ersten Anfragen für Baumaterial sind bereits rausgegangen und auch positiv beantwortet worden. Na dann!

 

 

Weihnachtspakete 2022:

 

Es war wieder Weihnachtspaketzeit. Dieses Mal war aber einiges anders: Die Johanniter kamen selbst mit Ihrem LKW zu uns. Es war die Tour der sogenannten „Weihnachtstrucker“, die regelmäßig Pakete in ganz Europa verteilen und dabei auch regelmäßig nach Albanien fahren.

Drei LKW gingen wie die letzten Jahre nach Skoder im Norden Albaniens, ein kompletter LKW kam zu uns. Außerdem war noch der Leiter der Johanniter Weihnachtstrucker mit dabei und eine professionelle Fotografin. Unter anderem war ein Grund dafür, dass sie die AMOS-Mission und mich als Leiter kennenlernen wollten. Deshalb kam auch Peter Ischka für drei Tage extra hierher, um uns mit den beiden zu treffen.

Wir hatten ein gemeinsames Abendessen und erzählten aus unserem Alltag und über das, was wir hier in Albanien so machen … Zumindest waren die beiden Johanniter ab und an ein bisschen beeindruckt.

Als am nächsten Tag die vier LKW ankamen, war derjenige, der zu uns kommen sollte, nach 30 Minuten abgefertigt und konnte den Hafen verlassen. Bei den anderen drei hat sich das etwas hingezogen …  Wir sind dann nach Peqin gefahren, Peter ist mit den beiden Johannitern weitergefahren, um den Dienst von Nick und Sara genauer anzuschauen und bei der Verteilung der ersten Pakete dabei zu sein. Ich selbst fuhr anschließend mit dem LKW mit weiter nach Tirana.

 

Inzwischen versorgen wir mit den Paketen 11 verschiedene Organisationen und Gemeinden. Praktisch bedeutet das, dass wir nicht alle direkt anfahren können, sondern zwei Platze haben, an denen wir abladen. Die Organisationen müssen dort hinkommen und beim Entladen helfen. Anschließend verteilen sie die Pakete, wo sie gebraucht werden.

Das ist immer eine stressige Zeit. Meist sind die Autos zu klein (ein Paket wiegt zwischen 16 und 20 Kilo), es sind zu wenig Helfer da und es wird um jedes Paket „gestritten“. Insgesamt werden pro LKW 1254 Pakete angeliefert, die dann „irgendwie gerecht“ aufgeteilt werden müssen … Danach muss jeder Bilder über WhatsApp an mich schicken, um zu zeigen, an wen die Pakete gegangen sind. Die Bilder sortiere ich dann und gebe sie an die Johanniter weiter. Hier mal so eine kleine Auswahl:

 

Am 16. Januar wird Peter Ischka nochmal für 4-5 Tage nach Albanien kommen; wir haben dann ein Gebetstreffen mit einem amerikanischen Musiker, der in Kontakt mit George Markakis (einem der Referenten in den „bewegen Konferenzen“ und inzwischen ein lieber Freund) steht. Er hat George gebeten, an dem Treffen teilzunehmen. George hat dann auch mich gefragt, ob ich kommen wolle, zumal das Treffen in Albanien stattfindet. Ich sagte gerne zu. Dieses Treffen wird wohl über 2 Tage lang gehen.

 

Ich bin aktuell dabei, einen neuen Transport mit Hoffnung und Hilfe vorzubereiten. Ich hoffe, dass wir das bis spätestens Ende Januar über die Bühne bekommen. Momentan fehlen viele Lebensmittel und noch einiges an Material für die Behinderteneinrichtung in Burel.

 

Dezember 2022:

Wir hatten letzte Woche noch einmal Besuch aus Deutschland. Peter Ischka von Mission is possible hatte ein Treffen mit den Leitern und Pastoren verschiedener Kleingruppen unseres Meetings im September. Ebenfalls dabei war Wolfgang Wirth, Anbetungsleiter bei den bewegen-Konferenzen. Die Treffen waren hauptsächlich zur Vertiefung dessen gedacht, was im September stattfand. Wir wollen jetzt mal sehen, wie Gott hier weitergehen möchte. Aber wir denken, dass ein Samen gesät wurde, der aufgehen wird.

 

Arbeitsessen

Nacharbeit


Bei uns laufen jetzt die Vorbereitungen für Weihnachten und die damit verbundenen Geschenkpakete; und wir müssen für das Behindertenheim in Burel noch einige Sachen finden, damit alles vollends eingerichtet werden kann. Die baulichen Maßnahmen sind fast abgeschlossen, jetzt geht es um die Einrichtung.

 

Außerdem müssen wir noch Material für das Solardach finden, um es auch nutzen zu können. Die ersten Sachspenden wurden mir bereits zugesagt und wir warten nun auf Antworten einiger angesprochenen Firmen. Zum Beispiel brauchen wir solche Sachen:

 

Es geht dabei um eine gute physiotherapeutische Behandlung der behinderten Kinder und auch einiger Erwachsener.

 

Feuerlöscher haben wir bereits bekommen; sie sind auf dem Weg zu Hoffnung und Hilfe

 

Wir wurden des weiteren um die Besorgung eines Krebsmedikaments für eine junge Frau, Mutter von zwei Kindern (6+8 Jahre alt) gebeten, das in Albanien nicht (mehr) vorrätig ist. Solche Medikamente sind teuer und ich versuche nun, über den Hersteller die Medikamente direkt als Spende zu bekommen. Ein etwas schwierigeres Unterfangen, da es eigentlich nicht erlaubt ist, Medikamente nach Albanien einzuführen. Allerdings gilt das nicht für den persönlichen Gebrauch. Mal sehen, wie wir das bewerkstelligen können. Wir brauchen 16 Dosen um 2 x 8 Behandlungen der Chemotherapie machen zu können. Also zwei Zyklen für Dezember und Januar. Es wäre toll, wenn Gott hier eingreifen und das Herz der Geschäftsleitung der Firma bewegen würde …

Wenn alles so funktioniert wie wir uns das vorstellen, dann sind wir bis Ende Dezember voll ausgelastet; ein Weihnachtsurlaub  ist dann ausgeschlossen. Aber das ist auch völlig in Ordnung - Pfarrer und Geistliche haben in dieser Zeit auch viel zu tun. 

 

November 2022:

 

Ich hatte - wie es mir vorkommt - seit Ewigkeiten endlich mal wieder die Möglichkeit, nach Deutschland zu fahren. Es stand die Konferenz bewegen von Mission is possible an und ich war eingeladen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich fast gar nicht hingegangen wäre, weil es mir seit einigen Monaten nicht besonders gut ging. Mein Nacken machte Schwierigkeiten und auch innerlich/geistlich war ich wie durch einen dunklen Tunnel gegangen, der kein Ende nehmen wollte.

 

Auch familiär waren die Zeiten schwierig und irgendwie hatte ich einfach keine Kraft mehr; ich fühle mich, als würde ich schwere Lasten mit mir herumtragen. Was sollte ich also auch noch nach Deutschland fahren? Aber Jesus wollte wohl, dass ich gehe, und unter viel innerem Kampf bin ich dann nach Deutschland geflogen.

 

Als ich in Memmingen den Flughafen verließ, fiel in einem Moment die ganze Last plötzlich von mir ab und es kam ein tiefer Frieden über mich, der mich bis jetzt nicht mehr verlassen hat. Und das, obwohl ich am dritten Tag der Konferenz auf einmal starke Rückenschmerzen bekam und diese bis heute, 14 Tage später, anhalten ... Seltsam das alles. Mit mir ist übrigens Dana Mola von der Bethesda House of Grace Organisation in Tirana - die von uns als AMOS auch immer wieder unterstützt werden - mit zur Konferenz gegangen. Dort wurde ich sehr stark ermutigt und vom Heiligen Geist berührt.

 

Auch für mich war die Konferenz nur gut. Vor allem das Zusammentreffen mit den Mitarbeitern von M.i.p. und einigen anderen Bekannten und Freunden war sehr schön. Am Feiertag, dem 01. November, habe ich dann noch meine Stiefkinder Maria und Osama in Reutlingen besuchen können. Nach der Konferenz hatten wir wunderschöne Gemeinschaft mit zwei der Referenten und dem Team von Mission is possible, die alle, so kann ich eigentlich inzwischen sagen, meine zweite Familie geworden sind … Na das hat doch was!

Bei alle dem sind die Rückenschmerzen allerdings immer schlimmer geworden und obwohl nun fast jeder mit mir deshalb gebetet hat, sind sie leider (noch) nicht weg; aber dem anhaltenden, inneren Frieden tut das keinen Abbruch; eher das Gegenteil, er nimmt sogar noch zu. Tja …

 

Inzwischen bin ich zurück in Albanien und war direkt im Hospital in Durres. Wie es aussieht, habe ich starke Verschleißerscheinungen und Arthrose in der unteren Wirbelsäule, sowie leichte „Blessuren“ an zwei Bandscheiben. Jetzt kann ich wenigstens gezielt beten …

 

Selbstverständlich geht auch meine Arbeit mit „AMOS MISSION IS POSSIBLE“ (unser neuer Name) weiter und wir bereiten jetzt die nächsten Transporte vor. Anfang Dezember wird Peter Ischka nochmal nach Albanien kommen, um das fortzusetzen, was vor sechs Wochen begonnen wurde. Und auch die anderen Arbeitszweige gehen normal weiter. Aber trotzdem muss ich zukünftig mehr Zeiten haben, um zur Ruhe zu kommen, oder besser gesagt: In SEINER Ruhe zu bleiben. Die ist, selbst mit den Schmerzen, die ich gerade habe, wirklich höher als zumindest meine Vernunft! Seinen Frieden gibt er uns, seinen Frieden lässt er uns. Das kann ich momentan als Wahrheit bezeugen.

Echt. Na dann …

 

 

 Oktober 2022:

 

Endlich kam ein neuer Transport von Hoffnung und Hilfe bei uns in Albanien an. Geladen waren unter anderem die restliche Isolierung für das Behindertenheim in Burel, dazu noch Paneele für ein Solardach, sowie einige Palletten mit Nahrungsmitteln.

Für das Hospital in Peqin haben wir noch 6 Krankenhausbetten, sowie ein Geburtsbett erhalten. Damit sind wir vorerst mit dem Hospital soweit fertig.

 

Für eine relativ junge christliche Gemeinde in Tirana konnten wir verschiedene Musikinstrumente und technisches Equipment bekommen, damit dort auch Lobpreis und Anbetung gemacht werden kann. Diese Gemeinde hatte mich darum gebeten, weil sie quasi nichts hatten. Ein guter Freund aus Deutschland hat sich dann darum gekümmert und alles „aufgetrieben“.

 

Wie wir bereits in einem anderen Rundbrief erwähnt hatten, ist „AMOS Mission is possible“ inzwischen in Albanien registriert. Das bringt einige Veränderungen mit sich. Eine davon ist, dass für euch in Deutschland eine zusätzliche Kontoverbindung zugefügt wurde, und zwar bei „ProCredit Bank“ in Frankfurt. Das mussten wir machen, weil eine Überweisung von dort nach Albanien nur 2,50 € kostet. Federführend für dieses Konto ist Mission is possible, also Peter Ischka. Wer dorthin überweisen möchte, kann das gerne auch machen; ansonsten bleiben aber die anderen Bankverbindungen bestehen. Es ändet sich also nichts, außer dass man auch nach Frankfurt überweisen kann. Auch in diesem Fall gibt es selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

 

 

August/September 2022:

 

Die langen Sommerferien in Albanien sind endlich vorbei und die Arbeit von AMOS nimmt langsam wieder Fahrt auf. Zwar hatten wir während der letzten drei Monate auch viel zu tun, aber das war vor allem der Registrierung von Amos mission is possible - (so unser neuer Name) hier in Albanien geschuldet und hat wirklich Zeit und Kraft in Anspruch genommen. Aber inzwischen ist der Prozess abgeschlossen.

 

Nebenher haben wir noch eine kleine Konferenz, die Mission is possible in Zusammenarbeit mit uns geplant hat, durchgeführt.

Hier ein paar Eindrücke der Veranstaltung:

 

Es ging vor allem um Orte und Plätze, an denen vermutlich einst sogar der Apostel Paulus entlangging und verweilte; das lange vergessene, christliche Erbe dieses Landes. 

 

Als AMOS sind wir mitten in den Vorbereitungen für einen neuen Transport von Hoffnung und Hilfe, den wir in etwa Mitte Oktober erwarten. Davon mehr, wenn der LKW da war.

 

 

Juni 2022:

 

Der nächste LKW von  Hoffnung und Hilfe kam bei uns in Albanien an. Geladen waren 40 Paletten mit Steinen für Burrel, um den oberen Stock zumachen zu können. Außerdem war noch Isolierung mit dabei, die ebenfalls in Burrel gebraucht wird. Weiterhin verschiedene medizinische Instrumente für das Krankenhaus in Peqin und ein EKG, sowie ein Patientenmonitor für das Hospital in Durres. Für uns persönlich hatten wir noch einen Rasenmäher und ein paar Medikamente auf dem LKW und für unseren Taxifahrer Gimi, der an extremem Asthma leidet, hat eine Privatperson ebenfalls Medikamente gespendet. Da die Fahrer von Hoffnung und Hilfe ehrenamtlich fahren - sie sehen das als ihren Dienst für Jesus an- haben wir uns schon vor drei Jahren entschlossen, den Aufenthalt für die Fahrer so angenehm wie möglich zu gestalten; wir lassen sie deshalb fast immer in einem guten Hotel übernachten, geben ihnen albanisches Geld, damit sie ein bisschen einzukaufen könen und gehen mit ihnen meistens noch zum Abendessen. Die Kosten hierfür tragen wir.

 

Für das Krankenhaus in Peqin. Die Direktorin sagte gestern zu mir, dass sie noch nie so arbeiten konnten wie es jetzt möglich sei ... Na dann!

 

Außer diesen Transporten haben wir natürlich noch einiges anderes zu tun - siehe das umgebaute "Loch" von Drita. Aktuell erwarte ich ein Auto für Ali Kurti, für den wir einen älteren BMW X3 in Deutschland finden konnten. Ali war natürlich nicht in Lage, sich ein Auto zu kaufen - wir erhielten Spendengelder, mit denen wir das Fahrzeug bezahlen konnten. Am 30. Juni wird Peter Ischka von Mission is possible für fünf Tage nach Albanien kommen. Es geht um die Vorbereitung für ein Treffen mit Pastoren und Leitern, das im September stattfinden soll. Übrigens wird AMOS-Mission bald in Albanien registriert werden. Das hat den Vorteil, dass wir Hilfstransporte zukünftig über uns direkt nach Albanien bringen können. Die Hilfstransporte werden dann auf meinem „NIPT-Dokument“ (Registrierungsnummer) aufgelistet sein, so dass ich die Hilfsgüter ohne Zollgebüphren nach Albanien einführen darf. Die Liste durfte ich selber zusammenstellen. Wir werden also zukünftig alles Material bedeutend leichter nach Albanien einfüähren dürfen. Das wird sicherlich zu weniger Stress führen!

 

Bedanken wollen wir uns noch bei den verschiedenen Firmen, die uns das Material als Spende zur Verfügung gestellt haben:

 

Air-be-c Medizintechnik

Analyticon Diagnostics

Bitmos GmbH

Medizina GmbH u. Co KG

Sigma Laborzentrifugen GmbH

Kern und Sohn GmbH

 

 

Mai/Juni 2022:

 

Viele von euch werden sich wahrscheinlich fragen, was mit der alten Dame Drita passiert ist. Nun, wir hatten drei Wohnungen für sie, in die sie hätte einziehen können. Aber wir konnten machen was wir wollten, Drita wollte einfach nicht aus „ihrem Zuhause“ ausziehen. Argument: Dann habe ich ja gar nichts mehr … Wir wollten sie dann nicht unter Druck setzten und entschlossen einfach, dieses „Loch“ zu renovieren. Eigentlich unmöglich, weil es weder Anschluss an Wasser, noch die Möglichkeit, eine Toilette dort einzubauen, gibt. Aber wie sagen wir so schön: Sollte Gott etwas unmöglich sein? Nein, natürlich nicht. Und deshalb haben wir angefangen, das kleine „Häuschen“ quasi völlig neu aufzubauen. Das war keine einfach Sache, weil es keine Firma gab, die sich da rantraute. Deshalb haben wir, oder besser gesagt, Jeton hat dafür Arbeiter gesucht und auch gefunden. Und so sind wir seit einigen Wochen dabei, Drita ein neues Zuhause zu schaffen. Wir sind nun so gut wie fertig. Anbei die Bilder vom Anfang bis zur Fertigstellung.

 

Und dann ging es an die Arbeit, das eigentlich Unmögliche möglich zu machen!

 

Im Namen von Drita bedanken wir uns herzlich für alle Unterstützung und finanzielle Hilfe. Gottes Segen!

 

April 2022:

 

Am Freitag kam der LKW mit dem Material für das Krankenhaus in Peqin an. Neben technischen Geräten wie Ultraschall, Patientenmonitoren, EKG und Defibrillator waren auch noch acht  Krankenhausbetten und kleine Schränke mit dabei. Hinzu kamen viele Kartons mit Verbandsmaterial, Spritzen, Medikamenten und anderen Verbrauchsmaterialien, um überhaupt Menschen effektiv behandeln zu können. Die Direktorin des Krankenhauses sagte nachdem alles ausgepackt war zu mir: „Jetzt können wir erstmals seit Jahren wieder Patienten einigermaßen gut versorgen, das Hospital hat sich durch Ihre Hilfe grundlegend verändert!“ Na, das hat doch was.

Aber unser besonderer Dank gilt selbstverständlich den Firmen und Organisationen, die bereit waren, hierfür Sachspenden bereitzustellen:

 

Christlicher Hilfsverein Hoffnungsfunken e.V

Medika Medizintechnik GmbH

Hildebrand Medizintechnik

Heine Optotechnik GmbH

 

Und selbstverständlich gaben auch einige Privatpersonen, Gemeinden und Organisationen Sachspenden an uns weiter. Auch Hoffnung und Hilfe hatte noch einige Sachen im Lager stehen, die gebraucht wurden. Ich war gestern im Hospital und habe mir alles angeschaut und Fotos gemacht. Um noch effektiver arbeiten zu können, werden wir noch versuchen, einige Laborgeräte zu finden, um etwa Blut- und Urinuntersuchungen machen zu können. Und wir brauchen auch ein Entbindungsbett; da bin ich aber bereits dran. Wie gesagt hat das Krankenhaus in Peqin ein Einzugsgebiet von ca. 40.000 Menschen. Gestern wurde mir mitgeteilt, dass man jetzt Patienten nicht mehr nach Tirana, Elbasan oder Durres bringen muss; das war gängige Praxis - und völlig uneffektiv. Jetzt ist man in der Lage, die Leute richtig gut vor Ort zu versorgen.

 

Auf dem LKW waren auch noch Stühle, Tische und Sideboards für Elona aus Elbasan. Hauptsächlich für Kindergärten und Schulen. Da es eine Menge an Material war, konnte Elona noch andere Organisation mit einbeziehen und z.B. einer kleinen Gemeinde, unweit von Peqin, die einen Kindergarten einrichten will, direkt helfen. Da wir an einem großen Parkplatz den LKW ausgeladen haben, konnten verschiedene Leute direkt angerufen und herbestellt werden, damit sie sich aussuchen konnten, was sie brauchten. 

 

Ich habe es bereits in einem anderen Rundbrief erwähnt: Wir haben eine Frau mit Namen Drita kennen gelernt, die seit 20 Jahren gläubig ist und ebenso lange in die Gemeinde von Jeton in Durres geht (früher war dort ein kanadischer Pastor zuständig). Sie lebt diese vielen Jahre in einer für Menschen absolut unwürdigen Behausung. 

 

Nun haben wir uns vorgenommen, hier einzugreifen. Wenn jemand ohne Toilette, ohne fließend Wasser, einem völlig kaputten Dach, ohne richtigen Fußboden und ohne eine Möglichkeit zu heizen lebt, dann können wir nicht einfach wegschauen! Drita ist 60 Jahre alt und lebt in einem Slum. Nachdem ich das im Rundbrief von Mission is possible berichtet und einen kleinen Bericht im Newsletter gebracht hatte, gingen sehr viele Geldmittel ein. Mit diesem Geld werden wir für Drita eine neue Wohnung suchen und auch die Kosten für Miete, Wasser und Strom übernehmen. Durch eure Spenden sind wir in der Lage, das für mindestens ein Jahr zu machen - allerdings haben wir noch keine passenden Räumlichkeiten gefunden - aber das ist nur eine Frage der Zeit. Ich habe alles an Jeton übergeben und er hat die ganze Gemeinde eingebunden. Sobald wir das Richtige haben, werde ich euch benachrichtigen.

 

März 2022:

 

Am 23. März kam ein neuer Transport von Hoffnung und Hilfe e.V. an. Geladen war vor allem Baumaterial für die Behinderteneinrichtung in Burel. Wir hatten Sachspenden von der Firma: Ursa in Form von Isoliermaterial, acht Paletten der Firma Klingenberg mit Fliesen für den Innenbereich, neuerliches Bauholz der Firma Pfeifle und Nut- und Federbretter der Firma Ladenburger GmbH. Da wir nicht die ganze Isolierung laden konnten, wird wahrscheinlich nochmal ein LKW für Burel kommen müssen; wegen dem Krieg in der Ukraine, ist aber zurzeit nicht absehbar, wann.

 

Auf dem LKW waren auch noch Kleinigkeiten für das Krankenhaus in Peqin, für das Anfang April ein ganzen LKW mit medizinischem Material, kommen wird. 

 

 

Dezember 2021/Januar 2022:

 

Der LKW mit den Weihnachtspaketen von den Johannitern konnte vor Weihnachten und zwischen den Jahren leider nicht nach Albanien fahren (Corona lässt grüßen). Deshalb gab es einige Probleme mit der Dogana, da die Einfuhrzulassung am 31.12 abgelaufen war. Wir mussten deshalb nochmal eine Datumsverschiebung beantragen und diese ließ auf sich warten. Am 23. Januar war es dann aber endlich soweit; der LKW von Hoffnung und Hilfe e.V. konnte kommen und wurde direkt abgefertigt. Auch das Abladen ging sehr zügig voran und so konnten die Fahrer bereits am gleichen Tag wieder zurück auf die Fähre nach Bari. Die Verteilung der Pakete nahm einige Zeit in Anspruch, da wir insgesamt 6 Organisationen beliefert haben. Einige haben bereits begonnen, Familien und einzelne Personen mit den Paketen zu beschenken.

 

In den kommenden Wochen erwarten wir zwei weitere LKW. Zum einen muss noch Baumaterial für das Behindertenheim in Burrel angeliefert werden und zum anderen hat uns das Krankenhaus in Peqin um Hilfe gebeten. Das Einzugsgebiet dieses Krankenhauses umfasst etwa 40.000 Menschen. Es gibt dort nicht einmal Rollstühle. Auch andere wichtige Instrumente fehlen gänzlich. Eine Gesundheitsversorgung ist somit quasi nicht gewährleistet. Ali Kurti, Pastor in Peqin und einer der Ältesten in Albanien, war extra dort, um sich mit der Klinikleitung zu unterhalten. Nachdem Ali meinte, dass die Leitung des Krankenhauses vertrauenswürdig sei, bin auch ich dort hingefahren, um mir die Situation anzusehen. Nun, ich sage es mal so: Es gibt quasi nichts! Ich habe keine Ahnung, wie dort Patienten versorgt werden sollen! Neben Medikamenten und Verbandsmaterial gibt es in einem Ambulanzfahrzeug noch ein Beatmungsgerät und einen Defibrillator …  einige schlechte Betten und ein uraltes Röntgengerät. Darum haben wir mit dem Transport noch zwei Pulsoximeter und einen Patientenmonitor mitgebracht. Ansonsten? Fehlanzeige! Zusammen mit Mission is possible werden wir nun versuchen, einige Apparate, Betten, Behandlungsstühle und anderes medizinisches Gerät für dieses Krankenhaus „aufzutreiben“. Zwei EKGs haben wir schon, Hoffnung und Hilfe e.V. hat noch Betten und Rollstühle und ich habe gestern angefangen, verschiedene Firmen um Sachspenden zu bitten. Wir wären dankbar, wenn, wer immer es auf dem Herzen hat, uns hierbei im Gebet unterstützen würde. Es gibt wirklich viel, was wir finden müssen, um Behandlungen von Patienten möglich zu machen.

 

Selbstverständlich haben wir neben den zwei großen Projekten nicht vergessen, auch anderen Menschen Hilfe zu geben. So zum Beispiel Masken, Medikamente und für das Hospital in Durres ein Paket mit „Urinbeuteln“… (die wurden dringend gebraucht!)

 

Danke an alle, die uns bisher unterstützt haben; ohne euch wäre unsere Arbeit gar nicht möglich. Und wenn wir auch ab und an ein bisschen müde sind, ich finde, dass sich der Aufwand lohnt.

 

 Der Platz in Elbasan, an dem wir dieses Mal entladen hatten und auch 250 Pakete, Suppen und Süßigkeiten, sowie einige Pakete an Waschpulver übergeben konnten, gehört zu der Organisation Aid to the Balkans. Die Verantwortlichen sind Elona Deliu und ihre Schwester. Elona ist gleichzeitig noch Anbetungsleiterin in einer Freikirche und schon sehr lange eine gute Schwester in Jesus. Der Dienst von Aid to the Balkans hat zwei Waisenhäuser und einen  Kindergarten und kümmert sich um Alleinstehende und Witwen. Außerdem versorgen sie noch ca. 250 sehr arme Familien und haben einen evangelistischen Straßendienst … Als AMOS unterstützen wir Elona nun schon seit sechs Jahren …

 

Eine der Organisationen, die Jesus mir auf das Herz gelegt hat, ist "Bashkesia e Jezusit Fush Kruje". Dort waren die Auswirkungen des Erdbebens vor 14 Monaten extrem und Hilfe kam sehr spärlich an. Einer der Pastoren dort ist Dag. Über ihn haben wir die Pakete zu der Gemeinde Jesus bringen können. 

 

Wir hatten auf dem LKW auch noch Medikament für eine Chemotherapie. Romina Mehmeti, Mutter eines kleinen Kindes, leidet an Leukämie und muss die Kosten für die Chemo selber tragen. Das Medikament würde in Albanien über 2000,- € kosten, in Deutschland etwa 700 - 900,- €. Durch eine unglaubliche Führung Gottes übernahmen die Johanniter schlussendlich die Kosten und Hoffnung und Hilfe e.V. brachte das dringend benötigte Medikament mit.

 

Eines der vier neuen Projekte, die wir ab jetzt unterstützen wollen, gehört Pastor Nick und Sara Wakeley. Nick ist Engländer und bereits 25 Jahre in Albanien. Er hat einen kleinen Hauskreis, geht aber zu über 300 Familien, um dort das Evangelium zu predigen und zu helfen, wo immer es möglich ist. Er ist total happy, als ich ihn kontaktierte und fragte, ob er Unterstützung bräuchte. Und wie er die braucht!! Nick und ich kennen uns auch schon seit über 10 Jahren. Für ihn freue ich mich, dass „Gott seinem Dienst gedachte ...“ Er hat direkt angefangen zu verteilen …

 

 

Aber Nick und seine Frau Sarah gehören auch zu jenen, die in die Berge gehen, um dort das Evangelium zu verkünden. Und jetzt konnten sie auch Geschenke mitbringen, die an dort lebende Menschen verteilt wurden.

 

Obwohl die letzten Wochen enorm belastend waren, bin ich doch dankbar, dass Jesus sich um seine Schafe kümmert und auch seine Diener nicht im Stich lässt. Dieser Transport ist ein Zeugnis seiner Gnade gewesen und wird ein Zeugnis für viele, sehr viele Menschen sein, die reichlich beschenkt wurden und werden.

 

Eine andere neue Gemeinde, die Jesus mir auf das Herz legte, ist in Burrel, die "Assemble te Jezu". Der Pastor dort ist recht jung, verheiratet und hat zwei Kinder. Als ich ihn fragte, ob er für seine Gemeinde noch Essen und Geschenke bräuchte, kam die gleiche Antwort. Es war ebenfalls eine Gebetserhörung; er war sehr überrascht, dass ich mich bei ihm gemeldet hatte. Auch er hat schon Bilder an mich geschickt.

 

Dezember 2020: "Hoffnung und Hilfe" Transport trotz Corona!

 

Am 13. Dezember kam der letzte Transport von Hoffnung und Hilfe in Albanien an. Hubertus und Andreas, die beiden Fahrer, waren schon mal da und haben sich sehr gefreut, uns wieder zu sehen. Leider mussten ich diesmal sämtliche Dokumente und die Einfuhr selber organisieren, da es einige meiner Freunde nicht für nötig hielten, mir zu helfen und das zu übernehmen. (Obwohl es so besprochen war ...) Deshalb war es erst am Dienstag möglich, alles zusammen zu haben. Das bedeutete aber einiges an Mehrkosten und vor allem ein Herumrennen und Herumfahren. ( Zwei Tage nur Durres-Tirana-Durres, von einem Ort zum anderen ...) Aus genanntem Grund haben wir die Abladestelle gewechselt und alles direkt vor unserem Haus abgewickelt. Dankbarerweise konnte ich alle Organisationen, die Material erhielten, zu uns herbestellen, so dass das Ab- und Umladen in einem Aufwasch  gemacht werden konnte.

 

Alles in allem und mit Hilfe von 20 Leuten, vor allem aber durch die Unterstützung meiner Stieftochter Maria, die quasi die ganze Zeit (drei volle Tage) mit mir umher gefahren ist und überall als Übersetzerin geholfen hat, konnten wir die Verteilung in gerade mal drei Stunden abwickeln, nachdem der Lkw nach zwei Tagen den Hafen verlassen durfte. Dadurch konnten die Fahrer noch rechtzeitig abends auf ihrer Fähre nach Bari sein. 

 

Neben Nahrungsmitteln, Waschmittel und 60 Kartons mit Kinderkleidung, die extra für drei Waisenhäusern in einer "Nacht- und Nebelaktion" gesammelt wurden, konnten wir noch dringend benötigte "Corona Schnelltests" von einem befreundeten Arzt erhalten, die wir direkt an Dr. Tanny vom Krankenhaus in Durres weitergegeben haben.

 

Aufgrund von Corona sind viele Organisationen, die normalerweise  Weihnachtspakete für Kinder nach Albanien bringen, in diesem Jahr ausgefallen. Für sehr viele christliche Gemeinden ist das ein großes Problem. In den letzten Wochen bekamen wir eine Anfrage nach der anderen, ob wir vielleicht doch Pakete bekommen würden. Leider war das nicht der Fall. Deshalb haben wir die "Weihnachtstrucker" der Johanniter, die normalerweise mit etwa sechs Lkw nach Albanien fahren, gefragt, wie es bei ihnen sein würde. Aber auch sie haben für dieses Jahr abgesagt, weil sie ihre ehrenamtlichen Fahrer nicht in ein "Risikogebiet" schicken dürfen.

 

Der zuständige Sachbearbeiter war jedoch bereit, uns 450 Pakete zu geben, wenn wir diese selber abholen und nach Albanien bringen würden. Die Fahrer von Hoffnung und Hilfe sind deshalb extra zu den Johannitern gefahren und haben die Pakete dort abgeholt und mit dem Transport mitgebracht. Diese gehen nun direkt an mehrere Organisationen in Burel, Tirana, Elbasan, Peqin und Durres. Aber auch an sehr arme Familien, zu denen wir Kontakt halten. Inzwischen ist alles verteilt.

 

Eine christliche Gruppe aus Trier, die von einem Bekannten geleitet wird, hatte die Idee, Weihnachtspakete nach Albanien zu AMOS zu schicken. Sie fragten mich darum, wie sie das am besten umsetzen könnten. Da das Center Kristian Durres mich ebenfalls anfragte, ob wir Pakete für ihre Kinder hätten, schlug ich dem Leiter in Trier vor, die Pakete über Hoffnung und Hilfe zu uns zu schicken. Zwar war das zeitlich sehr knapp, aber da ein Freund von mir sich bereit erklärte, 400 Kilometer nach Trier zu fahren und die Pakete abzuholen und auch noch in den Schwarzwald zu bringen, haben wir das auch noch hinbekommen; auch diese Pakete sind inzwischen bei den Kindern angekommen!

 

Damit ist nach mehrwöchiger Vorbereitung, viel persönlichem Engagement und herausragender Arbeit vieler doch noch trotz Corona viel Gutes und Schönes passiert und viele, sehr viele konnten reichlich beschenkt und versorgt werden. Ist Jesus nicht gut? Ist er!

 

November 2020:

 

Wir nähern uns unaufhaltsam Weihnachten. Für die Gemeinden in Albanien ist das immer ein bisschen Stress, weil sie an die Kinder und deren Familien Weihnachtspakete verschenken. Jedes Jahr sind deshalb viele Gemeindeleiter und Verantwortliche ziemlich nervös, da sie Organisationen finden müssen, die Weihnachtspakete nach Albanien bringen. Denn Süßigkeiten, Hygienemittel und Schulsachen zu kaufen, können sich wirklich nur einige große Gemeinden, wie zum Beispiel in Tirana, leisten.

 

Ab Ende November kommen dann die ganzen Transporte in Albanien an und die Pastoren und Leiter fahren zu den Sammelstellen und holen so viele Pakete wie sie bekommen können dort ab. Das reichte in den letzten Jahren aber oftmals nicht aus, weshalb man immer wieder bei uns angefragt hat, ob wir noch Pakete hätten. AMOS versucht immer wieder Pakete auftreiben und diese dann weitergeben, wenn auch nicht an alle, die uns gefragt haben. Dieses Jahr ist anders. Corona beherrscht alles. Darum kommen fast keine großen Transporte nach Albanien. Luka zum Beispiel hatte immer zwei LKW aus Irland mit Weihnachtspaketen, die aber dieses Jahr nicht fahren dürfen oder können. Auch von anderer Seite hören wir, dass Transporte abgesagt wurden.

 

Auch die „Weihnachtstrucker“ der „Johanniter“ haben ihre sechs LKW für dieses Jahr storniert, da die ehrenamtlichen Fahrer und Helfer laut Statuten nicht in ein "Risikogebiet" fahren dürfen. Als AMOS haben wir die letzten drei Jahre von den "Johannitern" ebenfalls viele Weihnachtspakete erhalten, wodurch ich mit dem Verantwortlichen für die „Trucks“ schon länger in Kontakt bin. Er hat mich nun gefragt, ob wir nicht eventuell die Weihnachtspakete für dieses Jahr in Empfang nehmen können, wenn er Speditionen beauftragen würde, die so oder so von Deutschland nach Albanien fahren. Allerdings hätte er dann niemand vor Ort, da er keine Helfer mitschicken dürfe. Außerdem fragte er noch, ob „Hoffnung und Hilfe“ eventuell einige Pakete nach Albanien bringen könnte. Nun, die Verantwortlichen von „Hoffnung und Hilfe“ haben inzwischen Kontakt mit den Johannitern und wie es aussieht, sind Lösungen gefunden worden. Das heißt, dass wir nun die nächsten zwei Monate den einen oder anderen Transport mit Weihnachtspaketen nach Albanien erwarten dürfen, und wir als „AMOS“ fürs Entladen und für die Verteilung zuständig sein werden. Das wird auch deshalb spannend, weil ich eine Reihe Arbeiter dafür brauche. Aber was macht man nicht alles, um den Kindern hier eine Freude zu machen?

 

Wir haben einen kleinen Laden aufgemacht, in dem wir Atemmasken sehr billig verkaufen. Ich mache damit aber keinen Gewinn, weil die Kosten für den Transport ziemlich teuer waren. Aber wenn ich sehe, für wie viel Geld Masken hier angeboten werden, dann finde ich das eine Unverschämtheit! Ich kann da nicht nur zusehen. Zwar ist mit dem einen oder anderen, der Masken verkauft, Streit vorprogrammiert, aber das ist mir egal. Ich will, dass sich alle so gut wie möglich schützen können. Außerdem ist es wie in Deutschland Pflicht, Masken zu tragen. Deshalb verkaufen wir sehr billig, wenn nötig verschenken wir die Masken auch. Das Gleiche gilt auch für Desinfektionsmittel.

 

Nebenher verkaufen wir noch Kaffee und kleine selbstgemachte Pizza. Falls jemand gerade Hunger hat oder sich etwas gönnen möchte ...

 

Vor zwei Wochen war Julian Kirschen in Albanien. Ihn kenne ich von meiner Zeit bei JMS Altensteig. Er macht europaweit Hilfstransporte und beliefert u.a. die Diakonie in Pogradec mit Hilfsgütern. Julian hat mir zwei kleine Pakete für mich privat mitgebracht, und er bringt nochmals einige hundert Weihnachtspakete für die Diakonie mit einem kurzfristig eingeschobenen Transport. Gestern ist er in Deutschland losgefahren.

 

Hoffnung und Hilfe“ startet voraussichtlich Anfang Dezember nochmal einen Transport für AMOS. Dieses Mal werden hauptsächlich Nahrungsmittel und 150 Weihnachtspakete kommen, die uns die „Royal Ranger“ Gruppe in Trier gepackt haben. Alle 150 Pakete gehen dann an „Center Kristian Durres“, also an Jeton, Suada und Rodina. 

 

Oktober 2020:

 

Folgenden Dankesbrief bekamen wir zur Einweihung des C-Arm-Röntengerätes - vielen Dank!

 

Im Einsatz: C-Arm Röntgengerät

 

Liebe Freunde und Unterstützer, das C-Arm Röntgengerät ist vor Ort in der Klinik in Durres/Albanien angekommen. Die ersten

Operationen konnten mit Unterstützung des neuen Gerätes durchgeführt werden. Der zuständige Arzt hat uns mitgeteilt, dass das Gerät einwandfrei funktioniert. Sie sind sehr froh über die Ersatzbeschaffung.

 

An dieser Stelle möchten wir Herrn Eugen Schmid, Leiter der AMOS-Mission in Durres erwähnen und auch ihm ganz herzlich danken!

Während der letzten Albanienreise von Klaus Maser im Februar 2020 ist er mit dem Projekt „C-Arm Röntgengerät“ an Klaus Maser herangetreten. Das ergänzende Engagement von Herrn Schmid in der Sache war sehr hilfreich und bemerkenswert.

 

Auch im Einsatz:

Wir freuen uns sehr, dass unser Netzwerk so gut funktioniert.

Zurzeit befindet sich ein Team aus Deutschland in Albanien. Unter ihnen befindet sich Jan Klarck, der mit unserem Mitglied Hans Lauterbach (unser Fachmann im Bereich Rettungswesen)

schon in Albanien war.

 

Dieses mal unterstützen sie unserer Partnerorganisation SwissFoundation und die dazugehörigen ESM Academy in einem Kurs für Einsatzkräfte. Das Training umfasst u.a. Verhalten in

bedrohlichen Situationen, Erstversorgung von stark blutenden Wunden nach Schussverletzungen sowie das Zusammenarbeiten der Kräfte.

 

Jan Klarck hat uns um finanzielle Unterstützung gebeten, da dieser Kurs ein Pilotprojekt ist. Damit sich der Kurs in Albanien etablieren kann, wollen wir bei der Anschaffung von Trainingsmaterial etc. gerne behilflich sein.

 

Weiter im Einsatz:

Als RCW-Team folgen wir weiter der Leidenschaft in den Bereichen Rettungs-, Hilfs-, Ordnungs- und Schutzkräfte.  Das betrifft auch das

zivile Engagement in Krisenzeiten. In unserer Klausur im November werden wir uns damit beschäftigen, wie wir das in den kommenden Monaten umsetzten können und wie unsere Vision weiter geschärft werden kann.

 

Herzliche Grüße:

 

 

Euer RCW-Team

 

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Der erstmal letzte Transport von Hoffnung und Hilfe e.V. kam am Donnerstag in Albanien an. Geladen war auch das so dringend erwartete C-Arm Röntgengerät für das Krankenhaus in Durres, das schon so lange gebraucht wird. Möglich machte das vor allem Klaus Maser von Rescue Care Worldwide e.V., der über Spenden in der Lage war, das Röntgengerät zu kaufen und an das Krankenhaus zu spenden. AMOS war hier nur vermittelnd involviert. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis alles eingebaut und installiert sein wird. Für das Hospital waren auch noch einige Rollstühle mit dabei.

 

Auf dem LKW waren weiterhin noch Atemmasken und Desinfektionsmittel, die wir von meinem Freund Matthias von Dos-moebel.de geschenkt bekommen haben. Diese verschenken wir an verschiedene Gemeinden, die ohne Schutzmasken und Desinfektionsmittel nicht öffnen dürfen. Selber kaufen können sie das nicht und deshalb hat man AMOS um Hilfe gebeten. Corona lässt grüßen ... Neben den Masken waren auch noch Wasch- und Reinigungsmittel mit auf dem LKW, die wir an Kinder-Hilfswerke verschenken werden.

 

Für BUFSH, Luka Sema, konnten wir Nut- und Federbretter besorgen, damit er seine Renovierungsarbeiten vollends abschließen kann. Das Dach muss noch innen verkleidet werden. Ebenfalls hat uns die Fa. Relius aus Memmingen nochmals zwei Paletten Farbe gespendet, um Lukas' Gebäude auch innen neu zu streichen. Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten in spätestens einem Monat somit beendet werden können.

 

Und natürlich fangen wir direkt an, Material abholen zu lassen, wie zum Beispiel von unserer Behinderten-Organisation aus Burel, die sich immer besonders freut, wenn sie vor allem Reinigungsmittel erhält.

 

 

Anbetungstag 2020:

 

Unser Anbetungstag am 19. September ist vorüber. Es war ein Tag, an dem verschiedene Lobpreisleiter aus ganz Albanien zusammen gekommen sind, um Jesus Christus die Ehre zu geben, und zwar nur ihm allein. Wir waren selbst überrascht, dass es doch viele Gruppen gab, die sich in das Resort "Eden Park" begeben haben. Wir zählten über 70 Teilnehmer und etwa 700 Follower, die uns auf Facebook per Livestream begleitet haben. Als Gäste waren Peter Ischka von "Mission is possible" und Wolfgang Wirth, der Anbetungsleiter der "bewegen"-Konferenzen aus Deutschland angereist und haben sich aktiv mit eingebracht. Wir alle sind gespannt, welche Früchte dieser 12-stündige Tag wohl zukünftig für Albanien bringen wird.

 

Peter Ischka wollte die Zeit in Albanien nutzen, um Freundschaften und Bekanntschaften zu vertiefen und besuchte einige Freunde. Anschließend hat er am Sonntag den Gottesdienst bei Ali Kurti in Peqin mitgestaltet und dort die Sonntagspredigt gehalten. Am gleichen Tag war noch ein Seminar in dieser Gemeinde vorgesehen, zu dem Pastoren und Leiter eingeladen waren. Auch hier gab Peter weiter, was ihm Gott schon seit längerer Zeit auf das Herz gelegt hatte. Am folgenden Montag besuchte er noch unsere Mitarbeiter, die sich vor allem während und nach der Zeit des verheerenden Erdbebens im letzten Jahr um viele Betroffene kümmerten. Übrigens eine nach wie vor anhaltende Arbeit ...

 

Als AMOS waren wir die vergangenen Tage hauptsächlich für die Organisation der Veranstaltungen zuständig.

 

Corona:

 

Aber wir haben auch Atemmasken und Desinfektionsmittel an Gemeinden verteilt, die unter Hygieneauflagen ihre Tore wieder öffnen durften. Allerdings können sich nur wenige die Masken und Desinfektionsmittel wirklich leisten und so fragen sie uns um Hilfe. Wir erwarten bald noch einen Transport, bei dem auch 10.000 Masken mitkommen werden, außerdem noch 500 Liter Desinfektionsmittel. Diese sind dann ausschließlich für verschiedene Gemeinden gedacht. Zu dem kommenden Transport werden wir eine Extraseite machen.

 

Eine ganz persönliche Freude ist für mich, dass wir endlich Riti, unserem Busfahrer, helfen konnten, ein anderes Auto zu bekommen. Der alte Bus war völlig hinüber und fahruntauglich. Endlich kann der alte Transit auf den Schrottplatz gebracht werden, wo er auch hingehört. Riti hat den neuen Bus auf Herz und Nieren geprüft und ist total happy!

 

Hallo zusammen!

 

Am 19. September 2020 wird in Tirana ein Anbetungstag stattfinden, an dem sich Worshipleiter und Musiker aus ganz Albanien treffen, um Jesus Christus einen ganzen Tag lang die Ehre zu geben, die Ihm gebührt. Hierzu sind keine anderen Christen eingeladen und es werden auch keine Pastoren oder Gemeindeleiter mit dazukommen.

 

Ziel ist es, den Fokus allein auf Jesus und sein Werk am Kreuz zu richten und Ihn zu erheben. Federführend wird das veranstaltet von der AMOS-Mission und Beni Chako, seines Zeichens einer der herausragendsten Musiker und Anbetungsleiter in Albanien. Unserer Meinung nach wird das erheblichen Einfluss in der unsichtbaren Welt haben und wir denken, dass dadurch „Gewalten und Herrschaften“ über Albanien gebunden und in ihrer Macht beschnitten werden können. Geleitet werden wir hierbei von Epheser: 3, 10+11: „…damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde, nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den ER gefasst hat in Jesus Christus, unserem Herrn.“

 

Peter Ischka wird mit seinem Anbetungsleiter von „Mission is possible“ ebenfalls hierher kommen und die Zeit nützen, um einige albanische Leiter und Pastoren persönlich zu treffen und auch eine kleine Konferenz mit ihnen abzuhalten. Diese findet am Sonntag, den 20.  September in der Gemeinde von Ali Kurti statt, wo Peter auch im normalen Sonntagmorgengottesdienst dienen wird. Wolfgang, sein Anbetungsleiter, wird am 19. September an dem Worship Day aktiv teilnehmen.

 

Als AMOS-Mission sind wir gerade dabei, einen Transport von Hoffnung und Hilfe vorzubereiten, da wir inzwischen das bereits erwähnte C-Arm Röntgengerät bekommen haben, das jetzt an das Krankenhaus Durres ausgeliefert werden kann. Hierfür gehört vor allem der Dank dem Rescue.Care.Worldwide, die in den letzten Monaten das Geld für den Kauf des Röntgengerätes gesammelt haben. Jetzt geht es nur noch um die terminliche Abstimmung. Mit dem Transport werden auch noch zwei Paletten Farben, der Fa. Relius für Lukas‘ Missionshaus und eventuell Nut- und Federbretter, sowie, wenn es gut laufen sollte, 1000 qm Fliesen mitgeliefert. Und natürlich werden Nahrungsmittel, Kleidung und vielleicht einige Rollstühle dazukommen.

 

Gestern hat mich Luka gebeten, für einen bekannten Christen aus dem Kosovo eine neue Fußprothese zu besorgen. Über „Medizinische Nothilfe Albanien“ konnten wir das direkt realisieren und auch bezahlen.

 

 

Ende Juli 2020:

 

Was lange währt, wird endlich gut. Jetzt, in der Sommerzeit, hat Luka endlich die Möglichkeit, sein marodes Dach umzudecken; er hat ja über AMOS neue Dachziegel und acht neue Dachfenster erhalten. Diese Bilder hat er mir heute  zugesandt:

 

Juni 2020 - vor der Sommerpause:

 

Gestern kam der Transport von Hoffnung und Hilfe in Albanien an. Diesmal konnten wir noch einige Sachen mit nach Albanien bekommen, die sehr dringend gebraucht wurden. So zum Beispiel acht Dachfenster für Luka, der Anfang Juli sein Dach bei „BUFSH“ neu eindecken will; die Ziegel hierfür kamen ja bereits mit dem vorletzten Transport hier an. Jetzt kann die nächste Umbauetappe beginnen. Außerdem waren auf dem LKW noch zwei gespendete Hubwagen, wodurch das Arbeiten im Lager deutlich erleichtert wird - sie kamen gestern bereits beim Abladen zum Einsatz ...

Weiterhin erhielten wir 100 Stühle für eine Gemeinde in der Nähe von Peqin, Rollstühle für das Hospital und 6000 Atem- und Schutzmasken, ebenfalls für das Krankenhaus und "unsere Apotheke“. Auch Gimi, meinen treuen Taxifahrer, konnten wir mit Asthma-Medikamenten versorgen, die er sich schlicht nicht leisten kann. Er hat sehr schweres Asthma und wird von uns mit Hilfe eines befreundeten Arztes seit nunmehr 12 Jahren mit den nötigen Sprays versorgt.

Für die Behinderteneinrichtung in Burrel, sowie für die Waisenhäuser in Elbasan waren Nahrungsmittel, Schränke und flüssiges Waschmittel mit Bord, so dass diese beiden Organisationen nun für einige Monate versorgt sein dürften.

 

Das C-Arm Röntgengerät haben wir terminlich auf September/ Oktober verschoben, weil noch ein wenig Geld fehlt, um es dann endlich kaufen zu können. Aber zeitlich passt das. Über die heißen Sommertage werden immer nur Notoperationen stattfinden.

 

Persönlich ist für mich jetzt die Zeit angebrochen, wo ich einfach mal eine Auszeit nehmen muss. Wir sind seit dem Erdbeben im letzten Jahr fast ununterbrochen im Einsatz und ich merke, wie ich über meiner Belastungsgrenze gegangen bin. Da momentan alles soweit geregelt ist, wir quasi eine Verschnaufpause haben, möchte ich die Zeit nützen, um mal abzuschalten und neu Gott zu suchen. Deshalb fahren wir nach Deutschland. Maria und Osama sind ja in Reutlingen und machen dort seit Januar eine Ausbildung; die Beiden wollen uns „auch mal wieder sehen“. Aber für mich geht es jetzt erstmal darum, zur Ruhe zu kommen und mal alles hinter mir zu lassen. Ich denke, dass das dran ist. Einer der Fahrer sagte gestern zu mir: “He, du machst jetzt mal Pause, du siehst ja übel aus …“ 

Noch ein herzliches Dankeschön an alle, die die letzten Monate unsere Arbeit, und dadurch auch die Arbeit unserer vielen Mitarbeiter, unterstützt haben. Ohne eure Hilfe wären viele Dinge nicht machbar gewesen! Ich und die anderen sind wirklich gesegnet worden, was ohne eure Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Möge Gott einem jedem 100-fach erstatten, was von euch ausgesät wurde.

 

Juni 2020/2:

 

Hallo ihr Lieben.

 

Obwohl der Corona Virus die ganze Welt lahmzulegen scheint, viele Menschen, auch Freunde, sich große und teils auch berechtigte Sorgen machen, kann man dieser „surrealen“ Situation doch auch vielleicht Positives abgewinnen. Schon allein die große neue Offenheit für das Evangelium ist eine tolle Sache. Es gefällt mir, dass es bereits die zweite Veranstaltung in Deutschland gab, wo Christen aus den verschiedensten Denominationen öffentlich gemeinsam beten. Und dann auch noch grenzüberschreitend! Im Internet findet man anhaltenden Live Worship und Online Treffen, wie zum Beispiel jene von Watchmen for the Nations, wo weltweit mehrere zehntausend Teilnehmer beteiligt waren. Toll finde ich dabei, dass Christen aus asiatischen, europäischen, afrikanischen und Ländern aus dem Nahen Osten mit dabei sind. Auch die viertägige Gebetsrallye von IAHM-AIMG Healing Ministies hatte etwas Besonderes: 70 verschiedene Referenten! Und momentan findet in Australien eine mehrtägige „Apostel Conference“ von Peace Apostolic Ministries statt. Ich habe nur noch keine Teilnehmerzahl, aber sie geht sicher auch in die Tausende, wie in jedem Jahr. 

Bei allen theologischen Differenzen, die diese verschiedenen Dienste vielleicht haben, geht es doch vor allem um Jesus Christus; und zwar in einer Deutlichkeit, die ich schon fast nicht mehr für möglich gehalten habe. Und das finde ich einfach toll! Könnte es sein, dass der Leib Jesu in diesen Krisenzeiten näher zusammenrückt? Wenn ja, dann ist Corona fast schon so etwas wie ein Segen …

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Daran wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid, indem ihr euch untereinander liebt! Das versuchen viele momentan zu befolgen, obwohl sie an vielen Punkten vielleicht völlig unterschiedlicher Meinung sind. Ein Leib, aber viele Glieder … Doch Jesus ist das Haupt. Solange das die Richtschnur ist, ist doch eine kleine Chance da, dass der ganze Leib wächst ..., anstatt sich laufend nur zu bekämpfen und zu verletzen. Und die Möglichkeit, dass die Welt Jesus erkennt, hat zumindest eine neue Chance … Das wäre doch was, oder?

 

Nun, das sind meine Gedanken. Jeder kann darüber denken wie er will. Für Albanien macht mir das zumindest ein bisschen Mut. So kam auch die Idee auf, Musiker, Anbetungsleiter und Sänger aus verschiedensten Gemeinden, für einen Tag zusammenzubringen, um nichts anderes zu machen, als Jesus Christus zu preisen, zu loben und zu erheben. Was daraus dann vielleicht entstehen wird, überlassen wir getrost dem Heiligen Geist. Zumindest fangen wir jetzt mal an, das zu planen und dann auch umzusetzen. 

 

Ich bin momentan auch in Kontakt mit einem christlichen Leiter, der unter anderem mit Muslimen und in muslimischen Ländern arbeitet und den wir gerne hier nach Albanien einladen würden. Er hat bereits Interesse bekundet. Vielleicht können wir sogar ein „Mega-Event“ (sprich in einem Stadion oder einer großen Halle) planen. Diesbezüglich bin ich in Kontakt mit Shake the Nations (Nathan Morris) und auch die haben bereits Interesse bekundet. Es könnte also spannend werden in den nächsten Monaten.

 

Aber auch die „Stammaufgaben“ von AMOS vernachlässigen wir nicht. Wie bereits erwähnt, erhalten wir demnächst etwa 4000 Gesichtsmasken und Hoffnung und Hilfe wird ebenfalls nochmal einen Transport nach Albanien für uns machen. Wir verteilen immer noch viele Lebensmittel an Bedürftige und kümmern uns weiterhin um das regional Hospital hier in Durres. Auch das dringend gebrauchte C-Arm Röntgengerät kann eventuell bald gekauft werden. Inzwischen sind 10.000,- € dafür bei Rescue.Care.Worldwide eingegangen. Somit fehlen nur noch 4 – 5.000,- €. Dann kann das Gerät gekauft werden! Ich gehe davon aus, dass wir es im September herbringen können. 

 

Nun wir werden sehen, wie uns Gott hier in Albanien weiterhin leiten wird. Doch wie ich es einschätze, wird uns die Arbeit nicht ausgehen.

Zum Schluss habe ich noch ein persönliches Gebetsanliegen: Ich bin seit mehreren Wochen gesundheitlich sehr angeschlagen und ziemlich geschwächt. Wer es auf dem Herzen hat, darf deshalb ausnahmsweise ganz direkt auch für mich beten. Dafür wäre ich wirklich dankbar.

 

So weit mal für heute. 

 

Juni 2020:

 

Die auch in Albanien anhaltende "Corona Krise", schränkt unsere Beweglichkeit und unsere Arbeit natürlich genauso ein, wie das in anderen Ländern der Fall ist. Zwar haben sich die Regelungen etwas gelockert, aber immer noch können wir z.B. das Land nicht verlassen. Doch der Dienst von AMOS-Mission geht natürlich weiter. So sind wir eifrig dabei, Nahrungsmittel und Hilfsgüter zu verteilen. Auch bei Problemen wie z.B. bei einer Familie, die eine Woche kein Wasser hatte, weil das Bad kaputt gegangen war, und die uns um Hilfe gebeten hat, konnten wir mit unseren Arbeitern das Problem bewältigen - und auch die Kosten für die Reparatur übernehmen. Und so geht das weiter. Wir helfen wie immer es uns möglich ist. Anbei eine kleine Auswahl an Fotos, die zeigen, inwieweit AMOS versucht zu helfen.